Arosa lässt Konkurrenz aufrücken, Chur verliert, nur Prättigau-Herrschaft darf jubeln
Nach überaus starken Leistungen in dieser Saison und einer klaren Tabellenführung muss der EHC Arosa erstmals etwas unten durch. Unter der Woche kassierten die Schanfigger zu Hause gegen Seewen mit 2:4 die erste Niederlage nach zehn Spielen, am Samstagabend setzte es in Huttwil gleich die zweite Niederlage ab. Arosa verlor äusserst knapp mit 1:2.
In einem engen Spiel gegen das achtplatzierte Huttwil stellte sich Arosa mit vielen Strafen und Unbeherrschtheiten selbst ein Bein. Ellbogencheck, Behinderung, Haken, Hoher Stock, Beinstellen, Halten, unsportliches Verhalten und gar physische Tätlichkeit gegenüber Offiziellen – die Liste der Verfehlungen war lang. Das Heimteam aus Huttwil hatte sich anscheinend besser im Griff und nutzte zwei dieser Überzahlmöglichkeiten aus.
Zuerst im ersten Drittel nach neun Minuten, dann im dritten Drittel nach 57 Minuten zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung. Die Reaktion der Schanfigger zum 1:2-Anschluss in der 59. Minute kam zu spät. Alain Bahar hatte getroffen. Trotz zweiter Niederlage in Folge bleibt Arosa mit einem Punkt Vorsprung auf Thun Tabellenführer der MyHockey League. Am Mittwoch geht es auswärts gegen den Tabellenvorletzten Frauenfeld weiter.
Neun Punkte Rückstand auf Leader Arosa
Gegen Thun, den ärgsten Verfolger des Kantonsrivalen Arosa, handelte sich der EHC Chur bis zur Spielmitte einen zu grossen Rückstand ein. Mit 4:2 lagen die Churer da schon zurück. Obwohl sie in der Folge nochmals bis um ein Tor herankommen sollten, reichte es nicht mehr, um die Partie noch drehen zu können. Aber der Reihe nach.
Chur hatte bereits die zwei vorangegangenen Spiele (0:4 in Seewen) und (1:4 zu Hause gegen Dübendorf) verloren, als am Samstagabend der Tabellenzweite aus Thun auf die Churer wartete. Und auch dieses Spiel sollte sich nicht nach dem Geschmack der Churer Trainer Jan und Reto von Arx entwickeln. Zwar konnte Mika Burkhalter auf die frühe Führung des Heimteams mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich reagieren, aber bis zur Spielmitte zogen die Thuner trotzdem unwiderstehlich auf 4:1 davon. Wenigstens gelang Nicolas Hasler im Mitteldrittel noch das 2:4.