Andres Ambühl schreibt Olympia-Geschichte
DZ: Andres Ambühl, Sie rücken am Sonntag ins Olympia-Vorbereitungscamp des Schweizer Nationalteams in Zug ein und fliegen am nächsten Mittwoch nach Peking. Haben Sie Ihre Koffer schon gepackt?
Andres Ambühl: Bis und mit dem Spiel vom Freitagabend gegen Bern konzentriere ich mich auf den HCD. Nachher kommt die Zeit, in welcher ich mich auf die Olympischen Spiele vorbereiten und vorfreuen kann. Packen werde ich am Samstag.
Wegen der Corona-Pandemie werden es spezielle Olympische Spiele. Welche Massnahmen mussten sie wegen Covid-19 bereits treffen?
Ich teste häufig, messe regelmässig Fieber und muss Gesundheitsfragen beantworten. Das läuft, seit ich das Olympia-Aufgebot erhalten habe. Beim HCD sind wir mit Enzo Corvi, Mathias Bromé, Matej Stransky, Kristian Pospisil und mir einige, die in Peking spielen werden. Das Ganze ist von unserem Teamarzt Walter Kistler sehr gut organisiert.
Peking werden Ihre fünften Olympischen Spiele. In der olympischen Eishockey-Geschichte haben das bisher nur Pawel Dazjuk, Ilja Kowaltschuk (beide Russland), Jere Lehtinen, Kimmo Timonen (beide Finnland), Dieter Hegen, Udo Kiessling (beide Deutschland), der Tscheche Jaromir Jagr, der Schwede Daniel Alfredsson, der Norweger Petter Thoresen sowie der Franzose Denis Perez geschafft. Gar sechs Mal stürmten Teemu Selänne und Raimo Helminen für Finnland an Olympischen Spielen. Was bedeutet Ihnen Ihre fünfte Olympia-Teilnahme?
Ich bin ja nicht mehr 20. Nun freue ich mich extrem, dass ich auch in etwas höherem Alter nochmals bei Olympia dabei sein darf. Es zeigt mir, dass ich in den letzten paar Jahren nicht alles falsch gemacht habe.
Was erwarten Sie von sich und der Schweiz in Peking?
Ich will der Mannschaft helfen, je nach Rolle, die ich erhalte. Sei es mit Toren oder mit starkem Defensivspiel. Einfach dort, wo es mich braucht. Als Mannschaft ist es unser Ziel, wie schon bei den letzten internationalen Titelkämpfen, dass wir vorne dabei sind. In den letzten Jahren zeigten wir in der Regel eine gute Vorrunde, doch meist scheiterten wir danach im Viertelfinal. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen. Diesmal wollen wir die Viertelfinal-Hürde überspringen.