Als Richi Bucher Finnland mit 50 Paraden im Alleingang stoppte
Olympic Saddledome Calgary, 14. Februar 1988: An den Winterspielen in der kanadischen Grossstadt stehen sich im ersten Gruppenspiel des olympischen Eishockeyturniers Finnland und die Schweiz gegenüber. 41 Tage zuvor hatte Verteidiger Ken Baumgartner, ein schweizerisch-kanadischer Doppelbürger, der in der Saison 1986/87 für den EHC Chur spielte, als erster Spieler mit einem Schweizer Pass ein NHL-Spiel bestritten. Bei Gegner Finnland besteht das Gros des Kaders aus Übersee-Profis. Es ist die Zeit, in der sich auf Schweizer Eis die professionellen Strukturen gerade erst herausbilden.
Alles andere als ein deutlicher Sieg der Finnen gegen die Schweiz wäre eine mittelgrosse Sensation. Und die Sensation passiert tatsächlich. Im Tor der Schweizer steht an diesem Tag Richard «Richi» Bucher, Goalie des HC Davos. Über 50 Schüsse wehrt der Luzerner auf dem Weg zum 2:1-Sieg der Schweiz ab. Es ist im Alter von 33 Jahren Buchers meist beachtete Leistung. An der Pressekonferenz nach dem Spiel erkundigen sich die kanadischen Journalisten danach, in welcher kanadischen Stadt «Ritschard Butscher» den geboren worden sei. Für sie ist klar, dass nur ein Goalie kanadischer Herkunft so gut sein kann.