Alligator verliert hochklassigen Cupfight im Penaltyschiessen
Im ersten Aufeinandertreffen zwischen Alligator und GC glich die Partie Ende September zeitweise mehr einem Schach- denn einem Unihockeyspiel. Ganz anders im Cup-Halbfinal am Samstag. Von der ersten Minute an spielten beide Teams mutig nach vorne und suchten das Heil in der Offensive. Das Tempo war in den Startminuten enorm und es gab Chancen hüben wie drüben. GC hatte allerdings etwas mehr Abschlüsse zu verzeichnen und eröffnete schliesslich auch das Skore. Cyril Zolliker traf in der 9. Minute mit einem Handgelenkschuss von der rechten Seite zur Führung. Doch bereits vor Drittelsmitte hiess es 1:1. Ursin Thöny wurde von Joel Friolet und Dan Hartmann schön freigespielt und bezwang Nationalmannschaftstorhüter Pascal Meier alleine vor dem Tor souverän. Die Zürcher gingen dank einem Hammer von Kay Bier in der 19. Minute aber trotzdem mit einer Führung in die erste Drittelspause. Den Zuschauern wurde in der fernsehtauglich gemachten Turnhalle Lust einiges geboten.
Zu Beginn des zweiten Abschnittes schienen die beiden Mannschaften dann eine Verschnaufpause einzulegen, um sich für die zweite Hälfte des Mitteldrittels zu wappnen. Dort ging nämlich die Post ab. Zuerst stiess in der 31. Minute Moritz Mock Remo Buchli über die Bande und musste auf die Strafbank. Im folgenden Powerplay gelang den Alligatoren nach einem Flachschuss von Berry der Ausgleich. Kurz darauf musste Nino Vetsch für ein Stockschlag raus. Diese Strafe überstanden die Malanser zwar unbeschadet, doch nur sechs Sekunden später war das Spiel für Buchli aufgrund einer roten Karte zu Ende. Was war passiert? Ex-Alligator-Stürmer Claudio Laely suchte mit aller Vehemenz den Führungstreffer und übertrieb es mit dem Körpereinsatz im Slot. Dies versetzte Buchli in Rage und er stiess Laely kurzerhand um. Dies taxierten die Schiedsrichter als Tätlichkeit und schickten ihn unter die Dusche. Nach zwei torlosen Minuten bei 4:4-Spieler auf dem Feld konnte GC somit noch drei Minuten in Überzahl spielen. Und für die Zürcher kam es gar noch besser: Nach einem vermeintlich harmlosen Zweikampf musste in der 38. Minute auch noch Harry Braillard raus. Die Zuschauer in der Turnhalle Lust tobten. Doch es nütze alles nichts. Die 5:3-Situation liess sich GC nicht entgehen und netzte in der 39. Minute durch Joel Rüegger zum 2:3 ein. Doch trotz allem konnten die Malanser mit ausgeglichenem Spielstand ins Schlussdrittel. Captain Florian Tromm entwischte in Unterzahl und vernaschte Meier im GC-Tor.