40 gute Minuten reichen nicht
Es ist Partie Nummer 1 ohne Corin Rüttimann. Als wäre dieses Fehlen – die 28-jährige Stürmerin spielt die Saison in Schweden bei Endre IF zu Ende – noch nicht genug, zeichnet sich vor Spielbeginn ein weiterer gewichtiger Ausfall ab. Captain Flurina Marti steht beim Einschiessen in langen Trainerhosen und Trainerjacke da. Sie wird sich ihrer Trainingskleidung auch im Verlaufe der Partie nicht mehr entledigen – so viel sei bereits verraten. Der Grund: Eine Zerrung, die sie sich im letzten Spiel gegen Bern Burgdorf im ersten Drittel zugezogen hatte.
Der Start lässt somit nichts Gutes erahnen. Erst recht nicht, weil bereits nach knapp einer Minute Mirjam Hintermann für den Gastgeber Kloten-Dietlikon Jets zum 1:0 trifft. Dies, nachdem Piranha Chur es versäumt, den Ball aus dem eigenen Slot zu klären. Mehrmals wäre die Möglichkeit dazu da gewesen. Ansonsten ist es aber schon von Beginn weg ein mutiger Auftritt der Bündnerinnen, die mit einem Durchschnittsalter von 20,5 Jahren so jung aufgestellt sind wie noch nie in dieser Saison.
Mit Ausnahme der ersten Formation der Jets, gespickt mit vier schweizerischen und einer schwedischen Nationalspielerin, hat Piranha Chur den Gegner aus dem Kanton Zürich über weite Strecken im Griff. Einziges Manko: Die Bündnerinnen schiessen keine Tore und in der 16. Minute ist es wieder die Toplinie des Heimteams, die zum zweiten Mal trifft. Die Torschützin dieses Mal: Julia Suter.
Eiskalt bestraft
Im zweiten Drittel nehmen die Torchancen auf beiden Seiten zu. Deshalb geraten in dieser Phase beide Torhüterinnen vermehrt in den Fokus. Auf der einen Seite Monika Schmid, auf Bündner Seite Jill Münger. Mit teils spektakulären Paraden sorgen sie dafür, dass die Partie torarm bleibt. Von der 21. bis zur 40. Minute fallen nämlich gar keine Treffer mehr.