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Panorama

Was verdient ein Lokführer bei der SBB? Bis zu 8190 Franken im Monat

Die SBB macht transparent, wie viel ihre Lokführerinnen und Lokführer verdienen. Bereits die Ausbildung wird bezahlt. Mit zunehmender Erfahrung steigt der Lohn deutlich.
Nikola Brankovic
heute um 12:49 Uhr

Lokführerinnen und Lokführer tragen täglich die Verantwortung für zahlreiche Reisende. Dafür müssen sie unregelmässige Arbeitszeiten sowie Einsätze in der Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen in Kauf nehmen. Doch wie hoch fällt der Lohn bei den Schweizerischen Bundesbahnen aus?

So viel verdienen Lokführer bei der SBB

Bereits während der Ausbildung erhalten angehende Lokführerinnen und Lokführer einen Bruttolohn. Bei einem Pensum von 100 Prozent liegt dieser gemäss SBB – abhängig vom Alter und Arbeitsort – zwischen 4545 und 5950 Franken pro Monat.

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung steigt der Monatslohn. Bis zum Alter von 25 Jahren bezahlt die SBB zwischen 5726 und 6095 Franken brutto. Bei einem Einstieg ab 40 Jahren liegt die veröffentlichte Lohnspanne zwischen 5928 und 6297 Franken. Die SBB zahlt 13 Monatslöhne.

Damit ist die Lohnentwicklung allerdings noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens erhöht sich der Jahreslohn mit zunehmender Berufserfahrung um rund 3000 Franken pro Jahr. Der maximale Lohn wird nach ungefähr zehn bis elf Jahren erreicht.

In einer Modellrechnung der SBB beträgt dieser Maximallohn 8190 Franken brutto pro Monat. Das entspricht einem Bruttojahreslohn von 106'474 Franken.

Zusätzlicher Grundlohn bei der SBB

Zusätzlich zum Grundlohn sind monatlich zwischen 500 und 800 Franken für Nacht- und Sonntagsarbeit möglich. Die genaue Summe hängt vom jeweiligen Einsatzplan ab. Für eine Arbeitsstunde in der Nacht bezahlt die SBB sechs Franken, für eine Sonntagsstunde 16 Franken zusätzlich. Während der Ausbildung können die Zulagen bis zu 250 Franken pro Monat betragen.

Bei Nachteinsätzen erhalten Lokführerinnen und Lokführer ausserdem Zeitzuschläge zwischen zehn und 30 Prozent. Hinzu kommen eine Verpflegungspauschale von 19 Franken pro Tag sowie weitere Leistungen. Wer mindestens 40 Prozent arbeitet und seit mehr als einem Jahr bei der SBB angestellt ist, erhält beispielsweise ein Generalabonnement der zweiten Klasse.

So läuft die Ausbildung zum Lokführer ab

Der Beruf steht auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern offen. Voraussetzung ist eine abgeschlossene dreijährige Berufslehre oder eine Matura. Die bisherige berufliche Branche spielt laut SBB keine entscheidende Rolle.

Die bezahlte Zweitausbildung dauert in Vollzeit rund 15 Monate. Alternativ bietet die SBB eine Teilzeitausbildung in einem 80-Prozent-Pensum an, die ungefähr 20 Monate dauert. Neben dem Unterricht müssen die Teilnehmenden wöchentlich etwa zehn bis 15 Stunden für das Selbststudium einplanen.

Voraussetzungen für Lokführer

Bewerberinnen und Bewerber benötigen sehr gute Deutschkenntnisse auf dem Niveau C2 sowie Grundkenntnisse einer zweiten Schweizer Landessprache. Zudem dürfen sie keine Rot-Grün-Sehschwäche und keine Einträge im Straf- oder Betreibungsregister haben. Zum Auswahlverfahren gehören ausserdem psychologische und medizinische Untersuchungen.

Aktuell listet die SBB neue Ausbildungsstarts in verschiedenen Regionen der Schweiz. In Ziegelbrücke beginnt beispielsweise am 1. Dezember 2026 eine Ausbildung. Weitere Ausbildungsplätze sind für Anfang 2027 unter anderem in Brugg, Zug, Goldau und Luzern ausgeschrieben.

Der Lohn kann damit langfristig mehr als 100'000 Franken brutto im Jahr erreichen. Dem stehen allerdings Schichtarbeit, Wochenenddienste und eine hohe Verantwortung für die Sicherheit der Reisenden gegenüber.

Der Lohn ist bei der SBB nicht an jedem Standort genau gleich. Je nachdem, im Arbeitsvertrag festgelegten Arbeitsort kann eine Regionalzulage hinzukommen. Dabei handelt es sich nicht um ein einheitliches Lohnsystem nach Kantonen, sondern um standortabhängige Zuschläge. Der tatsächliche Verdienst hängt deshalb neben Alter und Berufserfahrung auch vom Einsatzort ab.

Quelle: SBB, Angaben für Lokführerinnen und Lokführer im Personenverkehr. Stand: 17. August 2026.