Das verdienen Lehrer in der Schweiz: In diesem Kanton fast 100'000 Franken zum Start
Eine aktuelle Lohndatenerhebung der Lehrkräfte der Deutschschweizer Kantone zeigt, wie gross die Unterschiede 2026 ausfallen. Für einen aussagekräftigen Vergleich betrachten wir die Löhne von Primarlehrpersonen mit Vollpensum. Die Zahlen beziehen sich auf den Stand Januar 2026 und berücksichtigen teilweise bereits beschlossene Änderungen für das Schuljahr 2026/27.
Lehrerlohn in der Schweiz: Zürich zahlt zum Einstieg am meisten
Besonders gross sind die Unterschiede beim Anfangslohn. Im Durchschnitt liegt dieser für Primarlehrpersonen in der Deutschschweiz laut Erhebung bei 83'551 Franken pro Jahr. Die Spanne reicht allerdings von 75'660 bis 99'113 Franken.
An der Spitze steht Zürich. Eine Primarlehrperson startet dort laut Erhebung mit einem Jahreslohn von 99'113 Franken. Im Kanton Graubünden sind es dagegen 79'638 Franken, in St. Gallen 84'527 Franken und im Thurgau 82'949 Franken.
Auch innerhalb der Zentralschweiz zeigen sich deutliche Unterschiede. Schwyz kommt beispielsweise auf 87'841 Franken, Luzern auf 83'147 Franken und Zug auf 82'163 Franken. In Obwalden liegt der ausgewiesene Anfangslohn bei 75'660 Franken.
Damit liegen zwischen Zürich und Obwalden beim Einstieg 23'453 Franken pro Jahr.
Primarlehrer: So unterscheiden sich ausgewählte Kantone
- Zürich: 99'113 Fr.
- Schwyz 87'841 Fr.
- Basel-Stadt 87'925 Fr.
- Aargau 85'618 Fr.
- St. Gallen 84'527 Fr.
- Luzern 83'147 Fr.
- Thurgau 82'949 Fr.
- Zug 82'163 Fr.
- Graubünden 79'638 Fr.
- Bern 79'890 Fr.
- Uri 78'014 Fr.
- Obwalden 75'660 Fr.
Die Beträge beziehen sich auf den regulären Jahresanfangslohn bei einem Vollpensum.
Bis zu 152'874 Franken: Auch beim Maximallohn gibt es grosse Unterschiede
Mit zunehmender Berufserfahrung kann das Gehalt deutlich steigen. Im Mittel weist die Erhebung für Primarlehrpersonen einen maximalen Jahreslohn von 127'235 Franken aus. Der höchste erfasste Wert liegt bei 152'874 Franken, der niedrigste bei 114'244 Franken.
Auch hier fällt Zürich auf: Dort sind für Primarlehrpersonen bis zu 152'874 Franken jährlich ausgewiesen. In Graubünden liegt der entsprechende Wert bei 121'846 Franken, in St. Gallen bei 124'802 Franken und im Thurgau bei 125'253 Franken.
Die Zahlen sollten allerdings nicht als simples Ranking der «besten» Arbeitgeber verstanden werden. Die BKZ weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die kantonalen Lohnsysteme unterscheiden und manche angegebenen Maximallöhne theoretische Werte darstellen, die selten oder gar nicht erreicht werden. Zudem unterscheiden sich Lebenshaltungskosten, Steuern und Sozialleistungen zwischen den Kantonen.
Sekundarlehrer verdienen teilweise deutlich mehr
Auch die Schulstufe spielt eine wichtige Rolle. Auf der Sekundarstufe I liegen die Einstiegsgehälter beispielsweise höher. In Graubünden werden 96'587 Franken, in Schwyz 103'446 Franken und in Zug 98'258 Franken ausgewiesen.
Noch höher können die Löhne an Gymnasien ausfallen. Für Lehrpersonen am Obergymnasium weist die Erhebung beispielsweise in Zug einen Anfangslohn von 124'011 Franken und einen Maximallohn von 180'765 Franken aus.
Quelle: BKZ-Lohndatenerhebung der Lehrkräfte