Vanessa Emde: Wer ist die Linke-Politikerin, die auf ihr Mandat verzichten soll?
Der Landesvorstand der Berliner Linken will Vanessa Emde am Freitagabend zur Rückgabe ihres Sitzes im Berliner Abgeordnetenhaus auffordern, berichtet der «Tagesspiegel». Der Schritt sei parteiintern verabredet. Dass Emde ihr Mandat bereits abgegeben hätte, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Wer ist Vanessa Emde?
Vanessa «Vedi» Emde wurde 1981 in Düsseldorf geboren und lebt nach Angaben ihres Bezirksverbands seit mehr als 15 Jahren in Berlin-Neukölln. Die Linke Neukölln stellt sie als politische Bildnerin, Mediatorin und Kulturschaffende vor. Bei der Berliner Wahl vom 20. September 2026 gewann sie ihren Wahlkreis in Neukölln mit 46,2 Prozent der Erststimmen direkt. Seit dem 29. Oktober sitzt sie im Berliner Landesparlament.
Warum soll Emde ihr Mandat abgeben?
Emde hatte eine Erklärung der Linksfraktion gegen Antisemitismus unterschrieben, die das Existenzrecht Israels bekräftigt. Kurz darauf distanzierte sie sich in einem Instagram-Video von der Erklärung. Kritiker werfen ihr vor, das Existenzrecht Israels infrage zu stellen. Der Konflikt belastete auch die Gespräche über eine Berliner Regierungskoalition mit SPD und Grünen.
Laut «Tagesspiegel» will der Landesvorstand die Forderung mit mutmasslichen Verstössen gegen die Vereinbarung begründen, die Emde als Mandatsträgerin mit dem Landesverband geschlossen hat. Sollte sie ihren Sitz behalten, könnte die Fraktionsführung dem Bericht zufolge ihren beantragen. Das wäre ein eigener Schritt und keine Rückgabe des Mandats.