US-Midterms 2026 Ergebnisse: Das bedeutet die Niederlage für Donald Trump | Südostschweiz
Panorama
US-Midterms 2026 Ergebnisse: Das bedeutet die Niederlage für Donald Trump
Die Republikaner verlieren sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus. Donald Trump bleibt Präsident. Doch ab Januar können die Demokraten seine Gesetzespläne bremsen.
Bei den US-Zwischenwahlen vom 3. November haben sich die Demokraten laut AP die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses gesichert. Für Donald Trump ist das eine politische Niederlage: Er stand selbst nicht zur Wahl, hatte aber intensiv für republikanische Kandidaten geworben. Die neuen Mehrheiten greifen mit dem Amtsantritt des neuen Kongresses am 3. Januar 2027.
Die wichtigsten Ergebnisse der Midterms 2026
Stand: 4. November. Die Mehrheiten stehen nach Einschätzung von AP fest. Die endgültige Sitzverteilung ergibt sich erst, wenn auch die noch offenen Rennen entschieden sind.
Wahl
Vorraussichtliches Ergebnis
Repräsentantenhaus
Die Demokraten haben die Schwelle von 218 der 435 Sitze erreicht. Zu ihren Gewinnen zählt ein Wahlkreis in Indiana, in dem der Demokrat J.D. Ford die republikanische Abgeordnete Victoria Spartz besiegte.
Senat
Die Demokraten übernehmen die Mehrheit. Sie gewannen bisher mindestens sieben zuvor republikanische Sitze: in Iowa, Kansas, Maine, North Carolina, Ohio, South Carolina und Texas. In Georgia verteidigte der Demokrat Jon Ossoff seinen Sitz.
Gouverneurswahlen
Auch auf Ebene der Bundesstaaten gelangen den Demokraten wichtige Gewinne. In besiegte Gina Hinojosa den amtierenden Gouverneur Greg Abbott. In wechselten die Gouverneursposten laut AP ebenfalls von den Republikanern zu den Demokraten.
Texas
Ohio, Georgia und Iowa
Besonders bemerkenswert ist Texas: Neben dem Gouverneursposten ging dort auch ein Senatssitz an die Demokraten. James Talarico setzte sich gegen den von Trump unterstützten Republikaner Ken Paxton durch. In Maine verlor die langjährige republikanische Senatorin Susan Collins gegen Troy Jackson.
Was die Niederlage für Donald Trump konkret bedeutet
Gesetze und Haushalt: Trumps Partei kann ihre Vorhaben im Kongress nicht mehr mit eigenen Mehrheiten durchsetzen. Für neue Gesetze und den Bundeshaushalt braucht es eine Einigung mit den Demokraten. Umgekehrt kann Trump gegen Gesetze des Kongresses sein Veto einlegen. Um es zu überstimmen, braucht es eine Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern. Damit steigt der Druck, Kompromisse zu finden – etwa bei der Finanzierung der Bundesbehörden.
Personalentscheide: Der Senat kann viele Nominierungen des Präsidenten verzögern oder ablehnen. Das betrifft unter anderem Kabinettsposten und Bundesrichter. Sollte am Supreme Court ein Sitz frei werden, kann Trump weiterhin jemanden nominieren. Für die Bestätigung braucht er aber die Zustimmung des Senats.
Untersuchungen und ein mögliches Impeachment: Die Demokraten können als Ausschussmehrheit Anhörungen ansetzen und Unterlagen anfordern. Ihre Führung hat laut AP bereits angekündigt, die Regierung und die Finanzen von Trumps Familie genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Repräsentantenhaus könnte mit einfacher Mehrheit ein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Für eine Verurteilung und Amtsenthebung müssten jedoch zwei Drittel der anwesenden Senatorinnen und Senatoren zustimmen. Der Wahlsieg allein reicht dafür nicht.
So reagiert Donald Trump auf das Ergebnis
Trump wies im Gespräch mit Fox News laut AP die Deutung zurück, das Ergebnis sei eine persönliche Niederlage. Er machte stattdessen die republikanischen Kandidaten für die Verluste mitverantwortlich. Zugleich sagte er, er werde das Ergebnis akzeptieren, und kündigte an, von seinem Vetorecht Gebrauch zu machen.