Rave in Aarau: Über 40 Schüsse auf Partygäste – So lief die Amoktat ab
In der Nacht auf Sonntag, den 30. August 2026, fielen bei einer Raveparty im Aarauer Schachen Dutzende Schüsse. Nach bisherigen Erkenntnissen der Behörden handelte ein einzelner Schütze. Die Ermittler stufen den Angriff als Amoktat ein. Hinweise auf einen terroristischen, ideologischen oder gewaltextremistischen Hintergrund liegen derzeit nicht vor.
Rave in Aarau: Der Schütze kam vom Parkplatz zum Festgelände
Nach der bisherigen Rekonstruktion fuhr der mutmassliche Täter am frühen Sonntagmorgen mit seinem Auto zu einem Parkplatz im Bereich Schachenstrasse/Bahnstrasse. Von dort ging er zu Fuss in Richtung des Veranstaltungsgeländes bei der Pferderennbahn.
Gegen 2.30 Uhr eröffnete er von ausserhalb des Geländes das Feuer. Mit einem Sturmgewehr schoss er mehr als 40 Mal wahllos in die Menschenmenge. Der Schütze bewegte sich währenddessen in einem Bereich ausserhalb des Festgeländes und änderte mehrfach die Schussrichtung. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich noch deutlich mehr als 100 Personen am Anlass auf.
Weitere Schüsse beim Parkplatz
Nach den Schüssen auf die Partygäste kehrte der Täter in Richtung Parkplatz zurück. Dort feuerte er mehrmals mit einer Pistole. Unter anderem schoss er auf ein wegfahrendes Auto. Die Menschen im beschossenen Fahrzeug blieben unverletzt.
Anschliessend flüchtete der Mann mit seinem Auto in Richtung Aarau und bewegte sich nach Angaben der Polizei rasch in Richtung Jura. Die genaue Fluchtroute und die einzelnen Zeitpunkte sind noch Gegenstand der Ermittlungen.
Mehr als 80 Notrufe gingen bei der Polizei ein
Um 2.33 Uhr erhielt die Kantonspolizei Aargau die erste Meldung über Schüsse und verletzte Personen. Danach gingen allein beim Polizeinotruf mehr als 80 Anrufe ein. Die Angaben zum genauen Tatort waren teilweise widersprüchlich oder schwer verständlich.

