«Mein Schiff 3»: Ermittlungen gegen Kapitän – warum lief er trotz Sturm aus?
Die Kanaren-Reise ist abgesagt, das Kreuzfahrtschiff muss repariert werden. Nach dem Unfall der «Mein Schiff 3» beschäftigt die Wasserschutzpolizei nun die Frage, wie es zum Zusammenstoss mit zwei Containerschiffen kommen konnte. Laut «Bild», die sich auf Informationen von RTL beruft, richten sich die Ermittlungen auch gegen Kapitän Jan Schubert. Im Mittelpunkt stehe die Frage, weshalb das Schiff trotz des heftigen Sturms ausgelaufen sei.
Warum die Entscheidung zum Auslaufen Fragen aufwirft
Nach dem bisher veröffentlichten Unfallablauf verliess die «Mein Schiff 3» am Sonntag, 25. Oktober, gegen 17.30 Uhr die Columbuskaje in Bremerhaven. Schlepper unterstützten das Kreuzfahrtschiff beim Auslaufen.
Auf Höhe der Stromkaje erfasste nach Polizeiangaben eine Böe das Schiff. Es trieb auf zwei dort festgemachte Containerschiffe zu und kollidierte mit ihnen.
Die Böe erklärt damit den unmittelbaren Ablauf des Zusammenstosses. Ob bei der Vorbereitung oder Durchführung des Manövers Fehler gemacht wurden und wer dafür verantwortlich wäre, ist bisher nicht abschliessend geklärt. Aus dem Bericht über Ermittlungen lässt sich keine Schuld des Kapitäns ableiten.
