Jetzt stolpert Rapperswiler Journalist Schmitz selber über das ausgelöste Hockey-Beben
SRF-Mann Pascal Schmitz aus Rapperswil tritt als Stadionspeaker der SC Rapperswil-Jona Lakers zurück – nach 14 Jahren. Das gab der Eishockeyclub am Mittwochabend bekannt.
Schmitz, der beim Schweizer Fernsehen als Moderator und Redaktor arbeitet, erlangte letzte Woche nationale Bekanntheit. Er brachte ans Licht, dass Patrick Fischer als Trainer der Eishockey-Nationalmannschaft 2022 mit einem gefälschten Covid-Zertifikat an die Olympischen Spiele in Peking reiste. Und dafür 2023 verurteilt wurde.
Das öffentlich ausgelöste Beben führte zur Entlassung von Erfolgscoach Fischer. Schmitz erntete teils Lob, aber auch viele Anfeindungen in den sozialen Medien. Alte Gräben aus der Corona-Zeit rissen in den Kommentarspalten wieder auf. «Ich würde mich zu hundert Prozent wieder so entscheiden und die Geschichte machen», sagte der SRF-Journalist gegenüber unserer Zeitung.
Lakers begrüssen Abgang
Nun bringt ein Artikel der «Weltwoche», die von Beginn weg scharf gegen Schmitz schoss, diesen massiv in Bedrängnis. Sie betitelt ihn als «Petzer der Nation» und hat gut 15 Jahre alte Posts von Schmitz ausgegraben, in denen er sich rassistisch und obszön geäussert haben soll. Etwa zu einem Schiedsrichter aus Saudi-Arabien im Kontext eines Spiels der Schweizer Fussballnationalmannschaft bei der WM 2010. «Der soll doch bitte in Zukunft Kamelrennen pfeifen», schrieb Schmitz – gefolgt von Beschimpfungen.
Die Lakers, , veröffentlichten gestern Abend eine Mitteilung, in der sie Schmitz wie folgt zitieren: «Ich habe mich entschieden, künftig nicht mehr Stadionspeaker der SCRJ Lakers zu sein. Die Ereignisse der vergangenen Tage haben mich zu diesem Schritt bewogen. Damit möchte ich Schaden von den Lakers abwenden, denn dieser Verein ist für mich eine Herzensangelegenheit und ein wichtiger Teil meines Lebens.»