Nach Sieg mit Ach und Krach – Lakers dürfen weiter auf Play-ins hoffen
Nach drei Niederlagen in Serie in Pruntrut und zuletzt sieben Pleiten in Folge auf fremdem Eis insgesamt, finden die Lakers im richtigen Moment einen Weg zum Auswärtssieg. Sie setzen sich im Jura nach einem unnötig turbulenten Spiel und einer alles andere als souveränen Leistung mit 5:4 durch – und halten damit ihre Chancen, die Play-ins zu erreichen, am Leben.
Der Spielverlauf
Eigentlich scheint die Partie bereits nach dem ersten Drittel entschieden. Auf das frühe 1:0 der Lakers hat das Heimteam noch eine schnelle Antwort parat; der finnische Verteidiger Anttoni Honka zieht direkt ab und bezwingt SCRJ-Keeper Melvin Nyffeler, der aus der anderen Ecke rüberverschieben muss (7.). Danach ziehen die Lakers bis zur ersten Pause aber auf 4:1 davon.
Im Mittelabschnitt kommt unverhofft – und unnötigerweise aus Lakers-Sicht – wieder Spannung auf. Nachdem der Puck sehr zufällig bei Honka landet und dieser zum zweiten Mal skort, verlieren die Gäste etwas die Linie und Nerven. Sie nehmen innert Kürze zwei Strafen und kassieren in doppelter Unterzahl prompt das 3:4.
Erst als Tyler Moy kurz nach Spielmitte das 5:3 gelingt, fangen sich die Lakers wieder. Die Jurassier bleiben aber aufsässig und läuten mit einem Powerplay-Treffer von Robin Louis zum 4:5 zehn Minuten vor Schluss eine heisse Endphase ein. In dieser halten sich die Lakers nur mit ziemlich grosser Mühe schadlos.
Der Mann des Spiels
Tyler Moy entwickelt sich an diesem Abend zum Ajoie-Schreck. Nicht weniger als drei Tore gelingen dem 29-jährigen Schweizer Nationalstürmer. Es sind seine Saisontore Nummer 13 bis 15. Zuerst verwandelt er, nachdem Yannick-Lennart Albrecht irregulär am Shorthander gehindert wird, den fälligen Penalty eiskalt zum 2:1 (10.). Dann trifft er im Powerplay mit seinem seiner präzisen Handgelenkschüsse zum 4:1 (17.). Und in der 34. Minute netzt er mit seinem gefürchteten Direktschuss aus seiner favorisierten Position auf der linken Seite zum 5:3 ein. Das Spezielle dabei: Sekunden zuvor bricht Moy beim Abschluss der Stock. Er fährt zur Bank, holt sich ein neues Arbeitsgerät – und vollstreckt mit der ersten Puckberührung. Bumm!