Der Klausenpass bleibt noch länger eingewintert
Abgeschnitten von seinen Urner Nachbarn liegt Linthal immer noch im Winterschlaf. Das Ende dieser Abgeschiedenheit stand allerdings kurz bevor. Am Mittwoch hätte die direkte Verbindung ins Reusstal eröffnet werden sollen. Doch der 1948 Meter hohe Klausenpass bleibt weiterhin geschlossen.
Grund dafür sind die Wetterprognosen. «Wir erwarten nochmals Neuschnee», sagt Strassenmeister Fredi Gisler. «Und zwar nicht wenig.» Gisler rechnet mit 30 bis 40 Zentimetern. «Schnee, der rasch ins Rutschen geraten und zu gefährlichen Lawinenabgängen führen kann.»
Die Sicherheit hat höchste Priorität
Wann der Pass genau für den Fahrzeugverkehr freigegeben werden kann, stehe derzeit noch in den Sternen, meint Gisler. «Vielleicht am kommenden Samstag oder aber auch erst am Montag.» Mit der Räumung wären er und sein Team eigentlich nach. «Auch mit der Montage der Geländer», sagt Gisler. «Aber eben: Die Sicherheit hat oberste Priorität.»
Wann der Pass genau für den Fahrzeugverkehr freigegeben wird, steht derzeit noch in den Sternen.»
Fredi Gisler, Strassenmeister
Dabei sah es Ende Februar mit einer frühzeitigen Eröffnung der Strecke zwischen Altdorf und Linthal noch gut aus. Da fehlte der Schnee nicht nur auf den Skipisten, sondern auch auf der Passstrasse. Diese präsentierte sich damals über weite Strecken aper, sodass man annehmen konnte, dass sogar der bisherige Rekord gebrochen werden könnte, was die Wiedereröffnung nach der Winterpause anbelangt. Diesen bisherigen Rekord hält das Jahr 2011. Damals wurden die Schranken schon am 28. April hochgefahren. Und erst am 2. Dezember geschlossen – ein weiterer Rekord.