Wissen kann Leben retten
Wer sich diese Tage neben die Pisten traut, sollte eine gute Portion Wissen und Erfahrung mitbringen. Denn gemäss dem WSL-Institut für Schnee-und Lawinenforschung SLF herrscht in Graubünden zurzeit erhebliche bis grosse Lawinengefahr. Das bestätigt auch Vali Meier. Er ist seit 32 Jahren Pisten- und Rettungschef bei den Davos Klosters Bergbahnen.
Neuschnee führt zu gefährlicher Situation
Die letzten Tage blies ein starker Nordwestwind. «Dieser Wind verfrachtet den Schnee in die gegenüberliegenden Hänge», erklärt Meier. In sogenannten Mulden bleibe der Schnee dann jeweils liegen. «Dort sind Lawinen leicht auslösbar, besonders in diesem Winter.»
Denn der bisherige Winter war schneearm. Dadurch ist die Altschneedecke in den Bergen gemäss Meier sehr ungünstig. Denn obwohl in der vergangenen Woche viel Neuschnee fiel, bleibt dieser nicht auf den Altschneedecken haften. Wer sich also neben die Piste begibt, sollte davor alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen, so der Rettungschef.
Grundsätzlich haben wir im Moment eine grosse Lawinengefahr.»
Vali Meier, Pisten- und Rettungschef bei den Davos Klosters Bergbahnen
Nur etwas für erfahrene Wintersportfans
«Egal ob im Winter oder Sommer – in den Bergen ist man nie alleine unterwegs», erklärt Meier. Das sei eine elementare Regel. Wer sich neben die Piste wage, müsse mindestens zu zweit sein, denn so könne im Notfall eine Kameradenrettung durchgeführt werden.
Zudem müsse man mit dem entsprechenden Notfallmaterial ausgerüstet sein. «Dazu gehören ein Lawinensuchgerät (LVS), das man mit sich trägt und das eingeschaltet ist, sowie eine Lawinenschaufel und eine Lawinensonde, damit man seine Kameraden im Notfall auch suchen kann.»