«Wir wissen, dass die sozialen Kontakte wichtig sind»
Das Coronavirus stellt auch Alters-und Pflegeheime vor grosse Herausforderungen. Jean-Pierre Liesch, Vorsitzender der Konferenz der Pflegeheime des Bündner Spital-und Heimverbands, gibt Auskunft über die Situation im Kanton Graubünden.
Wie sieht die Situation in den Alters-und Pflegeheimen im Kanton Graubünden aus?
(Jean-Pierre Liesch) Es ist so, dass wir leider auch in den Pflegeheimen Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnen. Im Moment sind über den Kanton verteilt 76 Bewohnerinnen und Bewohner infiziert. Betroffen sind insgesamt 12 verschiedene Heime.
Wie ernst ist die Situation?
Wir sind es uns natürlich gewohnt, dass unsere Bewohner Beschwerden haben. Covid ist aber eine besondere Herausforderung – speziell für die Mitarbeiter, welche die erkrankten Bewohner pflegen. Es gelten besondere Schutzmassnahmen, beispielsweise die Schutzkleidung. Das ist natürlich ein zusätzlicher Aufwand. Schwierig wird es, wenn Personal fehlt und ausfällt. Dort sind wir auf unser Personal angewiesen, das Dienste übernimmt und einspringt. Im Moment können wir es bewältigen, es ist aber eine grosse Herausforderung. Wir hoffen, dass die Fallzahlen mit diesen Massnahmen zurückgehen und sich die Situation in den Heimen beruhigt.
Im Frühling wurden die Bewohnerinnen und Bewohner in Pflege und Altersheimen abgekapselt von der Aussenwelt. Man hat auch ein Besuchsverbot veranlasst. Welchen Weg geht man jetzt?