Wie eine Bündnerin die Pandemie in Brasilien erlebt
«Manu – Helping Favela Rocinha» heisst das Projekt, mit dem Manuela Schläpfer auf der gleichnamigen Facebookseite um Spenden wirbt. Seit dem Jahr 2017 leitet die gebürtige Bündnerin das Hilfsprojekt in der brasilianischen Favela «Rocinha», einem Stadtteil von Rio de Janeiro. Die 31-Jährige unterstützt dabei hilfsbedürftige Menschen. Ihre Liebe zu Brasilien entdeckte Schläpfer ein halbes Jahr zuvor bei einer Reise im September 2016. Als gelernte Fachfrau Betreuung Kind war es ihr Wunsch, sich für hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche einsetzten zu können. Deshalb entschied sie sich, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen.
Die derzeitige Coronasituation in Brasilien erlebt die Engadinerin hautnah mit: «Es ist extrem schlimm», beschrieb sie die Situation vor Ort gegenüber Radio Südostschweiz. «Pro Tag sterben über 1000 Leute.» Das Problem sieht Schläpfer dabei vor allem in der politischen Führung des Landes: «Die Pandemie wurde vom Präsidenten von Anfang an ins Lächerliche gezogen.» Und wenn dann Massnahmen ergriffen würden, dann jeweils zu spät, so Schläpfer.