Weniger Töffunfälle durch Prävention?
Von Bettina Cadotsch und Manuela Meuli
Immer wieder liest man in der Zeitung Titel wie: «Töfffahrer bei Unfall mit zwei Autos schwer verletzt» oder «Töfffahrer stirbt bei Frontalkollision». Das sind nur zwei Schlagzeilen aus dem letzten Jahr und es sind noch lange nicht die Einzigen. Töfffahren ist ein gefährliches Hobby, dem sind sich Fahrerinnen und Fahrer nur zu gut bewusst. Allein in Graubünden sind letztes Jahr insgesamt 137 Töffunfälle passiert. Dabei kam es zu 17 Schwerverletzten und drei Toten. Besonders häufig geschehen solche Unfälle auf Pässen.
Darum setzt die Kantonspolizei Graubünden mit ihren Präventionskampagnen genau dort an. Und klärt Töfffahrerinnen und -fahrer über mögliche Fehler und Gefahren auf. Doch nicht nur das, auch entlang der Bündner Hauptstrassen stellt die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt Graubünden Präventionsplakate auf, wie Roman Rüegg, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, gegenüber Radio Südostschweiz sagt.
Wirkung schwer messbar
In welchem Ausmass diese Massnahmen helfen, die Anzahl Töffunfälle zu verringern, kann Rüegg jedoch nicht sagen. «Die Präventionstätigkeit als solche lässt sich kaum oder relativ schlecht messen», erklärt er. Die Unfallzahlen in den letzten Jahren seien immer etwa gleich geblieben, jedoch mit einer Tendenz nach unten. «Was sich aber klar sagen lässt, wenn man auf die letzten 15 Jahre zurückschaut, ist, dass die Zahl tödlicher Unfälle ganz klar sinkt», sagt Rüegg.
Doch obwohl es schwierig ist, die Wirksamkeit zu beurteilen ist die Kantonspolizei laut Rüegg davon überzeugt, dass die Präventionstätigkeit dazu beiträgt, dass oft gar nicht erst zu Unfällen kommt. Dieser Meinung ist auch Corinne Radecke, Vorstandsmitglied des Motorrad-Clubs Arosa. «Diese Präventionskampagnen kommen bei uns im Motorclub gut an. Wenn man solche Plakate sieht, nimmt man schon mal die Hand vom Gas», erklärt sie.
Die Kantonspolizei setzt laut Mediensprecher Rüegg auf einen Mix an Präventionstätigkeiten. «Diese Tätigkeiten haben sich bewährt und werden laufend angepasst. Immer mit dem Ziel, unsere Zielgruppe eins zu eins zu erreichen.»