Von Davos nach Dakar
Als der Schreibende beim Hotel Alpengold eintraf, galt es, mucksmäuschenstill zu sein. Denn direkt hinter dem Hotel drehte eine Filmcrew einen Clip mit Mattias Ekström und wollte nicht gestört werden. «Der Schwede war Weltmeister im Rallycross, zwei Mal DTM-Champion und gewann vier Titel beim Race of Champions. Im Dakar-Fahrertrio von Audi Sport ist er nun der ‹Junior›», fasst die Audi-Webseite zusammen. Doch Ek-ström hat auch einen Bezug zu Davos: Der Familienvater hat bereits seit Jahren eine Ferienwohnung im Ort und freut sich jeweils sehr, die Destination besuchen zu können. Dies und mehr verriet er im Interview, das die DZ im Anschluss an die Dreharbeiten machen konnte:
DZ: Mattias Ekström, wie wird man eigentlich Rally-Fahrer?
Mattias Ekström: Rally-Fahrer wird man, wenn man eine Leidenschaft für das schnelle Fahren hat. In meinen jungen Jahren, die ich in Schweden verbrachte, konnte ich auch von meinem Vater profitieren, der ebenfalls Motorsportler war. Das Fahren liegt bei uns also in den Genen. Doch nebst ein wenig Talent ist auch die Möglichkeit zum Trainieren wichtig. In Europa ist das nur an wenigen Orten der Fall. Meist wird in Afrika oder Saudi-arabien trainiert.
Die ganze Auto-Welt ist derzeit im Umbruch, Stichwort E-Mobilität. Wie sehen Sie die Zukunft des Motorsports in dieser Hinsicht?
Die Motorsport-Welt bietet derzeit Platz für enorme Entwicklungen. Was wichtig zu betonen ist: Der Grund, wieso schon so viele gute E-Autos zur Verfügung sind, ist, dass die Technologien oftmals für den Spitzensport entwickelt wurden.
Davos ist eine Partnerdestination der «Vier Ringe». Welche Bezüge haben Sie sonst noch zu Davos?
Ich war 2008 zum ersten Mal hier, und 2009 habe ich mir dann eine Wohnung gekauft. Meine Familie und ich kommen sehr gerne hierher, um Langlaufsport zu betreiben oder um den Spengler Cup zu besuchen. Auch Ski alpin betreiben wir manchmal, oder wir besuchen das Kaffee Klatsch. Gerne würde ich auch im Sommer öfters da sein und hier mehr Zeit mit Fahrradfahren verbringen. Für den heutigen Anlass bin ich gerne hierher gekommen. Es freute mich, dass Audi Schweiz auf mich zukam. Denn Davos ist inzwischen ein Teil meines Lebens geworden.