Vitamin-D-Mangel im Winter: Was ist am Phänomen dran?
Das Vitamin D spielt eine äusserst wichtige Rolle in unserem Körper. Es fördert den Zahn- und Knochenbau, versorgt jegliche Muskeln und stärkt das gesamte Immunsystem. Laut Monika Fehr, Präsidentin der Bündner Apotheker, ist der Mensch nicht selbst in der Lage, ausreichend Vitamin D herzustellen, da die Sonne dafür auf unsere Haut strahlen muss. Aus diesem Grund befindet sich der Körper während dem Winter in einer anspruchsvollen Situation.
Vitamin-D-Mangel vorbeugen
Das «Sonnenvitamin», erhält man aber auch durch andere Quellen. Es gibt Nahrungsmittel, welche durchaus überdurchschnittlich viel Vitamin D in sich tragen. Beispielsweise fettreiche Fische wie Lachs, aber auch Eier oder Pilze. Jedoch machen diese Mengen nur etwa ein Sechstel des täglichen Bedarfs aus. In erster Linie bedeutet dies, dass die alleinige Aufnahme von Vitamin-D-reichen Nahrungsmitteln im Winter nicht ausreicht.
Es gib auf dem Markt unzählige Supplemente für das Vitamin, welche rezeptfrei zugänglich sind. «Solche Präparate empfehle ich aber nicht jeder Person zur Vorsorge. Die zusätzliche Einnahme richtet sich eher an die Menschen, die ein höheres Risiko für einen Mangel aufweisen, wie Säuglinge oder ältere Menschen» so Fehr.
Wie weiss man, dass ein Mangel vorliegt?
«Grundsätzlich ist die Gesellschaft schon sehr gut über das Thema informiert», so Barbara Caratsch, Apothekerin im Medi Porta in Chur. Typische Symptome, an denen die Betroffenen selbst erkennen können, dass ein Vitamin-D-Mangel vorliegt, gib es nicht, sagen die beiden Fachpersonen.Ob zu wenig des Vitamins im Körper vorhanden ist, kann man nur mit einem Bluttest überprüfen lassen. Gemäss Monika Fehr führt man heute solche Tests im Vergleich zu früher vermehrt durch. Caratsch meint dazu, dass diese Überprüfungen letzten Endes teurer seien, als wenn man das Vitamin ohne Bluttest einnehme.