Baulärm in der Nacht leider unvermeidlich
In den vergangenen zwei Jahren hat die Rhätische Bahn (RhB) bereits einen Grossteil der anfallenden Arbeiten zum Umbau des Bahnhofes Klosters Dorf realisiert. So wurden zahlreiche Stützmauern erstellt, ein neuer Durchlass für den Günschärüelbach wurde gebaut, die Schlappinbachbrücke ersetzt und – am besten ersichtlich – ein Perron mit Unterführung und Überdachung gebaut. Doch für das laufende Jahr stehen noch viele Arbeiten an, nicht immer zur Freude der lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner.
Lärm eindämmen – so gut es den geht
Die Arbeiten, welche in diesem Jahr gemacht werden, sind vor allem Gleisbauarbeiten und die Kunstbauten. Auch ein zweites Perrondach kommt dazu; die Treppe in der Unterführung wird mit Natursteinen ausgestattet, dann ebenfalls für die Öffentlichkeit freigegeben.
Vom Gäuggeli her müssen das zweite Gleis und die dazugehörigen Leitungen erstellt werden. Das bestehende erste Gleis wird dazu verschoben. Dazu kommt dann jeweils deren «Verschwenkung», das heisst, die Geleise sollen ja durchgängig befahrbar sein ohne Weiche. Auch die Fahrleitungen dürfen sich schliesslich nicht überkreuzen. Besonders lärmintensiv sind die «Stopfarbeiten», bei denen das Gleis definitiv in den Schotter eingebettet wird.
2024 sollen dann noch Umgebungsarbeiten erledigt werden, damit sich der Bahnhof Klosters Dorf künftig wieder einladend präsentiert.
Bahnhofgebäude wird angehoben
Wie Christian Florin, stellvertretender Direktor und Leiter Infrastruktur der RhB versicherte, setze man alles daran, damit der Lärm und vor allem die Nachtarbeit auf ein Minimum reduziert werden kann. Leider ist es nicht möglich, auf diese zu verzichten. Die Bahn hat es sich auf die Fahne geschrieben, den Betrieb so weit es geht aufrecht zu erhalten. Dies auch im Bezug auf die vielen Reisenden nach Davos und ins Engadin und in Gegenrichtung, bei denen die Logistik für Ersatztransporte über den Anschlag hinaus beansprucht wäre. Mit einem temporären Lärmschutzzaun wurde bereits 2022 versucht, den Krach zu verringern.