Tamins darf seinen neuen Dorfplatz doch bauen
Seit den 70er-Jahren sorgt der Taminser Dorfplatz bei der Bevölkerung für Unruhe. Nachdem 1972 das Gemeindehaus auf dem Platz abgerissen wurde, diskutierte man erstmals darüber, wie der Platz neugestaltet werden könnte. Konkrete Pläne gab es jedoch erst ab 2012. Seither kam es zu Richtungswechsel, Verschiebungen von Entscheiden und zu Beschwerden auf politischer und gerichtlicher Ebene.
Ein Beschwerdefall wurde bis vor das Verwaltungsgericht gezogen. Der Rekurs betraf ein Baugesuch, das die Gemeinde Ende 2017 bewilligt hatte. Wie sie nun mitteilt, hat das Verwaltungsgericht vor einigen Tagen diesbezüglich einen Entscheid gefällt. Im Urteil hält das Gericht fest, dass die Einsprache des Beschwerdeführers zwar legitim sei, die Beschwerde jedoch abgewiesen werde. Heisst: Die Person durfte die Beschwerde offiziell einreichen, sie wurde aber nicht gutgeheissen.
Freude und Hoffnung zugleich
«Der Entscheid freut uns sehr», sagt Gemeindepräsident Martin Wieland, «Und wir hoffen, dass die Gegner das Projekt nicht noch weiter verzögern.» Die Taminser Bevölkerung wünsche sich, dass aus dem Dorfplatz endlich etwas gemacht und das Projekt zu einem guten Ende gebracht werden könne. Das hätten Stimmen an diversen Versammlungen gezeigt. «Es ist eine sehr grosse Erwartung da, dass es nun endlich vorwärts geht.»
Vorwärtsgehen heisst für Wieland Baustart. Laufe alles wie geplant, könne der Investor, die BB Objekt AG Chur, bereits nächstes Frühjahr mit dem Bau beginnen. Dann findet mitten auf dem Taminser Dorfplatz ein neues Gebäude Platz, in dem unter anderem Alterswohnungen, Tiefgaragenparkplätze und ein Café untergebracht sind. «Wir hoffen, dass der Ort zu einem sozialen Treffpunkt wird», so der Gemeindepräsident. Deshalb sei nicht nur der Investor, sondern auch die Gemeinde am Projekt beteiligt.