So startet ein Hotel in Churwalden in die Saison
von Riccarda Hartmann
Leise Musik plätschert im Hintergrund aus den Lautsprechern. Sie begleitet die Angestellten bei ihrem Tun. Hier und da wird gesprochen und hantiert. In Gruppen oder alleine gehen sie ihren Aufgaben nach. Rund 30 Personen sind in unterschiedlichen Bereichen im Hotel tätig an diesem Dienstagmorgen. Einen Tag vor der Eröffnung und dem Start in die Sommersaison. Es ist ruhig und die Stimmung entspannt. Eine Person sortiert die Weine und räumt sie in den dafür vorgesehenen Schrank mit der Glastür ein. Eine Dreiergruppe macht sich auf zu den einzelnen Hotelzimmern, um diese bereitzumachen. Die Betten beziehen. Die zur Verfügung gestellten Utensilien, wie Wasserkocher, Schreibblock, Shampoo und Duschgel, die in der Zwischenzeit in den Wandschränken aufbewahrt wurden, aus den Schränken herausnehmen und bereitstellen. Nach Ostern, dem Ende der Wintersaison, wurde eine gründliche Endreinigung durchgeführt. Kurz vor der Eröffnung wird dann alles noch einmal abgestaubt und nun fertig eingerichtet und alles bereitgestellt.
Die Saison dazwischen
«Ein Hotel steht nie absolut still», sagt Remo Fehlmann, der Hoteldirektor. Auch nicht in der Zwischensaison. Sicherheitsrundgänge, Sortimentbestimmung, Marketingstrategien, Erarbeitung eines Jahresprogrammes. Das passiert häufig dazwischen. Zwischen Winter und Sommer. Zwischen dem Ende der einen Saison und dem Beginn der anderen Saison. Und dann passiert auch das, was etwa eine Woche vor der Eröffnung begonnen hat: Das Hotel für die Gäste auf Vordermann bringen. Zimmer bereitmachen, Wellnessbereich bereitstellen, putzen und vieles mehr.
Im Eingangsbereich vor der Rezeption auf dem Boden liegen zusammengerollt zwei Teppiche. Frisch von der Reinigung. Noch eingepackt in Luftpolsterfolien. «Der Teppich hier muss noch platziert werden», sagt Remo Fehlmann mit einem Nicken zu den Rollen. Zuerst werden aber die grossen Töpfe mit den Pflanzen, die farbigen Sitzgelegenheiten und die kleinen hölzernen Tische, die in der Lobby stehen, an die Bar gestellt, aufeinandergestapelt, sodass der Boden feucht aufgenommen werden kann.