So werden die Corona-Abschlussnoten berechnet
Für die Gymnasien in Graubünden war schon Ende April klar, dass dieses Jahr ausschliesslich schriftliche Maturitätsprüfungen stattfinden werden. Die Bündner Regierung verzichtet aufgrund der Corona-Pandemie auf mündliche Prüfungen.
Anders sah es bis heute noch bei den Bündner Fachmittelschulen aus. Bei ihnen konnte noch nicht vorbehaltslos entschieden werden, wie die Prüfungen durchgeführt werden, weil ein Beschluss der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren noch hängig war. Nun ist aber klar: Auch dort wird definitiv auf die mündlichen Abschlussprüfungen verzichtet – ausser bei der Fachmaturität im Berufsfeld Pädagogik. Für die angehenden Pädagogen haben die Verantwortlichen entschieden, dass die Abschlussprüfungen im ordentlichen Verfahren unter Einhaltung der empfohlenen Schutzmassnahmen des Bundes durchzuführen sind, wie es heisst. Dies gelte auch für den Vorkurs der Pädagogischen Hochschule Graubünden.
Berechnung wird angepasst
Der Kanton will sichergehen, dass die Lernenden der Abschlussklassen der Gymnasien und Fachmittelschulen nicht benachteiligt werden, weil die mündlichen Prüfungen nicht stattfinden. Deshalb werde die Gewichtung bei der Berechnung der Abschlussnoten angepasst, heisst es weiter. Und zwar wie folgt:
In den schriftlichen Prüfungsfächern wird die Zeugnisnote des zweiten Semesters des jeweiligen Fachs in die Berechnung der Note der Abschlussprüfung einbezogen. Die Note der Abschlussprüfung, welche 50 Prozent der Abschlussnote ausmacht, ergibt sich je zur Hälfte aus der Note der schriftlichen Abschlussprüfung und der Note des Zeugnisses des zweiten Semesters des laufenden Schuljahres im jeweiligen Fach. Als Erfahrungsnote, welche ebenfalls 50 Prozent der Abschlussnote ausmacht, gilt die Note des Zeugnisses des ersten Semesters des laufenden Schuljahres.