Schönes Wetter sorgt für Hochbetrieb
16'273 Einsätze flog die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) im vergangenen Jahr, wie sie am Mittwoch mitteilte. Im Durchschnitt halfen die Rega-Crews 31 Patienten pro Tag. Die Helikopter flogen 13'253 Einsätze – und damit so viele wie noch nie. Die übrigen Einsätze wurden mit Ambulanzjets durchgeführt.
Auch die beiden Bündner Rega-Basen in Untervaz und Samedan waren mit 900 beziehungsweise 633 Einsätzen jeweils sehr gut ausgelastet, wie Mathias Gehrig, Mediensprecher der Rega, gegenüber Radio Südostschweiz sagte. «Wenn man die Zahlen der beiden Bündner Einsatzbasen vom Jahr 2020 mit jenen aus dem Vorjahr vergleicht, kann man einen leichten Anstieg beobachten.»
Verändertes Freizeitverhalten
Die Einsatzzahlen der Rega würden immer gewissen natürlichen Schwankungen unterliegen. So seien zum Beispiel das Wetter und die Ferienzeiten wichtige Faktoren, so Gehrig. Die Zahlen aus dem Corona-Jahr 2020 spiegeln demnach unter anderem die guten Wetterbedingungen im Sommer und Herbst sowie das veränderte Freizeitverhalten der Schweizer Bevölkerung wider.
Einen starken Rückgang um 43,6 Prozent verzeichnete die Rega bei den im Ausland erkrankten oder verunfallten Patienten, die zurück in die Schweiz geflogen werden mussten. Durch die Pandemie fanden kaum Auslandsreisen statt, sodass nur 758 Patientinnen und Patienten nach Hause transportiert wurden.