Rotes Kreuz Glarus sucht freiwillige Fahrerinnen und Fahrer
Die Passagierin von heute muss zu einer Behandlung ins Kantonsspital. Und sie wird von Sigi Schiesser chauffiert, der sie gleich am Eingang aussteigen lässt. Er ist freiwilliger Fahrer für den Fahrdienst des SRK Kanton Glarus, der kantonalen Organisation des Schweizerischen Roten Kreuzes, und das nun schon seit 2013.
«Ich bin sensibilisiert worden, als meine Frau schwer erkrankte und immer wieder zu Therapien nach Chur gefahren werden musste», erzählt Schiesser. Damals, 2006, war er noch berufstätig, und ihr früher Tod hat die Familie geprägt. «Man schaut dann anders auf gewisse Bedürfnisse», sagt er nur.
Am Telefon reservieren
Schiesser ist einer von insgesamt 45 freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern beim Fahrdienst des SRK Glarus und von rund 7000 in der ganzen Schweiz, die Zeit und Mobilität schenken. Zusammen fahren sie jährlich über 15 Millionen Kilometer oder 355-mal um die Erde. Ihre Fahrgäste sind laut dem SRK ältere, behinderte oder kranke Menschen, die nicht mehr selber mobil sind oder Begleitpersonen in der Familie haben. Die Freiwilligen fahren sie zum Arzt, ins Spital, zur Therapie oder zum Kuraufenthalt.
Um eine Fahrt zu reservieren, ruft man beim SRK Fahrdienst in Glarus an (sieh Box). Dort koordiniert Denise Fischer die Fahrten und teilt sie den Fahrerinnen und Fahrern zu. «Die Freiwilligen holen die Fahrgäste zu Hause ab und fahren sie sicher ans Ziel, warten und fahren sie dann wieder nach Hause», heisst es im Flyer dazu. Sie helfen aber auch beim Ein- und Aussteigen und begleiten bis zur Tür oder in die Praxis.
Freiwillige gesucht
Fahrerinnen und Fahrer schenken ihre Zeit und den Menschen Mobilität. Sie sind auf die Fahrten vorbereitet, und wie Fischer erklärt, finden auch immer wieder Weiterbildungen statt: «Kommunikation, Verhalten im Notfall oder wenn jemand nervös ist auf dem Weg.» Oder Verhalten im Autoverkehr und Verhütung von Unfällen. Die Glarner fahren seit Längerem unfallfrei, freut sie sich.