Poststelle im Dorf
Ich war heute morgen im Dorf unterwegs, auch um die neue Postagentur im Spar in Augenschein zu nehmen.
Ich lief durch den Laden und fand sie erst beim zweiten Hinschauen in einer Ecke der Hauptladenkasse. Meine Fantasie zum neuen Postservice ging zumindest dahin, dass es einen annehmbar gestalteten Bereich für notwendige Postgeschäfte gäbe, wie ich es aus anderen Postagenturen in kleineren Gemeinden kenne. Welch ein super «Service public»! Ich darf in Zukunft nicht nur meine Briefpost und Pakete selbst auf einem engen Plätzchen abwiegen und frankieren, nein, ich werde für «PostFinance»-Anliegen wieder nach Davos Platz geschickt. Im Dorf soll es nach Auskunft vor Ort wiederum keinen Postomaten geben. Wenn dies stimmt, ist es ein Affront gegenüber den Einwohnerschaft von Davos Dorf. Als ob nicht auch hier eine beträchtliche Anzahl an Bürgerinnen und Bürgern leben würden.
Der Postomat war erst seit einiger Zeit die einzige Möglichkeit direkt gegenüber dem Bahnhof Dorf, um Bargeld zu beziehen und auf einfache Weise seine Kontoinformationen abzufragen. Und es zahlen auch noch lange nicht alle Kunden bargeldlos.
Ich bin mir sicher, dass ich nicht die Einzige bin, welche sich über diese Sparpolitik der Post ärgert. Es wäre wert, einmal über die Situation vor Ort und Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu berichten.
Marianne Hodapp-Lang, Davos Dorf
Die DZ leitete die Reklamation an die Post zur Stellungnahme weiter. Hier die Antwort:
Selbstverständlich sind wir uns bewusst, dass Veränderungen in unserem Postnetz oft in langjährige Gewohnheiten unserer Kundinnen und Kunden eingreifen. Eine gute Postversorgung geniesst bei der Bevölkerung einen hohen Stellenwert. In der Gemeinde Davos bleibt die Post jedoch auch weiterhin mit einem attraktiven und dichten Netz an Zugangsmöglichkeiten präsent und nahe bei der Kundschaft. Die Wege zum nächstgelegenen Zugangspunkt bleiben kurz. […] Zusätzlich dazu nehmen wir im September noch eine weitere Annahme- und Aufgabestelle im Migros in Davos Dorf in Betrieb.