Platz für 16 neue Klassen in Näfels
Glarus Nord wächst. Gerade hat der Bau eines neuen Traktes beim Schulhaus Linth-Escher in Niederurnen begonnen. Im November hat die Gemeindeversammlung dafür einen Kredit von 11,4 Millionen Franken gesprochen. Auf das Schuljahr 2020/21 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Die nächste Gemeindeversammlung wird schon wieder über den Ausbau einer Schulanlage befinden. Im Schulhaus Schnegg in Näfels hat es zu wenig Platz. In fünf Jahren soll ein Neubau östlich der heutigen Schulanlage Abhilfe schaffen. Vorgesehen sind zwei Kindergarten-Klassenzimmer, 14 Primarschul-Klassenzimmer, zehn Gruppenräume und eine Doppelturnhalle. Die Baukosten betragen zwischen 30 bis 40 Millionen Franken.
Ein Wettbewerb für mehr Qualität
Der Gemeinderat will für den Neubau einen Architekturwettbewerb ausschreiben. An der Gemeindeversammlung vom Juni geht es jetzt erst einmal darum, einen Kredit für die Durchführung dieses Wettbewerbs zu sprechen. Dafür braucht es 440 000 Franken, wovon rund ein Viertel für die Begleitung des Wettbewerbs durch ein Planungsbüro und der Rest für die Plangrundlagen, für die Entschädigungen der Experten sowie für die Preisgelder an die Planungsteams vorgesehen sind.
Der Gemeinderat möchte mit dem Wettbewerb mit gutem Beispiel vorangehen. Es sei angezeigt, «dass auch die Gemeinde bei ihren grossen Bauprojekten ein Vorgehen wählt, welches sie von privaten Investoren erwartet», heisst es im Bulletin. Ausserdem werde durch einen Wettbewerb die Qualität eines Projekts markant besser.
Noch kein Ersatz für die 45 Gärten
Eine Machbarkeitsstudie ist zum Schluss gekommen, dass die benötigten neuen Räume in zwei Gebäuden östlich der bestehenden Schulhäuser untergebracht werden können. Auf der Wiese zwischen der Schlaufe des Linthli und der Obererlenstrasse kann das Schulhaus gebaut werden. Wo nördlich davon einmal die Turnhalle stehen soll, sind heute allerdings Schrebergärten. 45 Hobbygärtner hätten dort Land, heisst es im Bulletin, und die Gärten seien sehr beliebt. Baubeginn sei voraussichtlich Anfang 2022, Ende Saison 2021 müssten die Gärtner also ausziehen. Ein Ersatz sei «im gegenwärtig frühen Stadium der Planungsarbeiten» noch nicht bekannt, so der Gemeinderat.