Ostern ist top, die Näfelser Fahrt ein Flop
von Felix Blumer
Nach einem sehr warmen März stellte sich das Wetter zu Monatsbeginn deutlich um. Negativer Höhepunkt war der Tag der Näfelser Fahrt am 4. April. Bis am folgenden Morgen gab es im Kantonshauptort 10 Zentimeter Neuschnee, in Elm lagen sogar 41 Zentimeter. Immerhin kam man im Glarnerland mit einem blauen Auge davon. Im Urner Reusstal kam es gleichzeitig zu einem Verkehrschaos, und auf der Gotthardautobahn lief lange Zeit gar nichts mehr. Schnee gab es an jenem Tag verbreitet bis ins Flachland. Just auf Ostern meldete sich der Frühling im Glarnerland zurück.
Sechs Mal Neuschnee in Elm
Eine neuntägige Föhnphase liess schon fast Frühlingsgefühle bei uns aufkommen. In Glarus gab es am Ostersonntag einen Monatshöchstwert von 23,6 Grad, in Bilten wurden am Ostermontag sogar 24,3 Grad gemessen. Den Höhepunkt erreichte der Föhn aber erst nach Ostern. Am Mittwoch, 24. April, wurde in Bilten ein Spitzenwert von 108 Kilometern pro Stunde gemessen, am Donnerstag erreichte der Föhn im Kantonshauptort einen Wert von 104,4 Kilometern pro Stunde. Kaum hatte es sich «ausgeföhnt», wurde es wieder winterlich. Am vergangenen Montag gab es in Elm 4 Zentimeter Neuschnee.
Schweizweit gesehen, war der April rund 1,5 Grad zu warm im Vergleich zur klimatologisch relevanten Norm der Jahre 1961 bis 1990. Aufgrund der langen Föhnphasen liegt das Glarnerland deutlich über dem Durchschnitt. Im Kantonshauptort war es 1,7 Grad zu warm, in Elm sogar 2,4 Grad. Im Kontrast dazu steht die Schneesituation. So wurde doch in Elm in diesem April an sechs Tagen Neuschnee verzeichnet. In Glarus blieb der Fahrtstag der einzige mit messbarem Neuschnee.