Ortsbus-Chauffeur seit über 36 Jahren
Obwohl ihm das «Chlütterlä» mit Motoren eines der liebsten Hobbys ist, hat Hanspeter Rüedi, der aus einer Bauernfamilie stammt, ursprünglich eine Lehre am Plantahof als Landwirt absolviert. Danach arbeitete er als Skilehrer, fuhr später Taxi und Krankenwagen und war als Lastwagen-Chauffeur weit herum unterwegs. Das war er auch, als er sich für eine Saison lang bei einem Formel-2-Rennteam verdingte: «Wir mussten jeweils die Wagen von Rennplatz zu Rennplatz transportieren und kamen in ganz Europa herum.» Während der Rennen wurde er jeweils hektisch, wenn die Reifen gewechselt werden mussten.
Später arbeite er als Postautochauffeur in Soglio und St. Moritz, bevor er am 1. Dezember 1985 zum Start der Ortsbusbetriebes seine Stelle in Klosters antrat. Das heisst, eigentlich schon einen Monat früher, denn schliesslich mussten die Fahrzeuge «zuehigrobet» und eingerichtet werden.
Rüedi empfand den Ortsbus von der Startphase an als «mis Poppi», wie er lachend erzählt, den er mit guten Kollegen ins Rollen brachte. Doch er war nicht nur als Fahrer unterwegs: Fast 28 Jahre hat er auch die Fahrpläne betreut – eine eher kopflastige Arbeit natürlich.
Erstmals Skier im Bus
Der Ortsbus Klosters war in den ersten zwei Jahren mit einer bestimmten Sorte Niederflur-Busse unterwegs, an die sich die alten Chauffeure noch erinnern – jedoch kaum sehr gerne: «Die Büss sind innert zwei Jaar fascht zerkiid», erinnert sich Hanspeter an die unseligen Fahrzeuge.
Dennoch wurde der Ortsbus Klosters als Schweizer Versuchsbetrieb geführt. Es war nämlich erstmals so, dass sie Passagiere ihre Skier nicht mehr in die hinten angebrachten Körbe stellen mussten, sondern ins Fahrzeug mitnahmen.
Von 5 auf 20
In all den Jahren hat sich natürlich einiges geändert. Einerseits personell: «Zuerst waren wir fünf Chauffeure. In den ersten zwei Jahren waren vier an Werktagen unterwegs, drei am Samstag und einer am Sonntag; im Winter kamen drei weitere dazu. Mittlerweile sind es über 20.» Die Chauffeure sind aber immer noch die ersten Ansprechpartner am Bahnhof Klosters. Während eines Dienstes spulen die Fahrer zwischen 100 und 120 Kilometer ab. «Man muss halt damit rechnen, zu allen Zeiten kommen und gehen zu müssen», sagt er.