Neues Depot nimmt Fahrt auf
Mehr als ein Jahr ist es her. Der 16. Januar 2019. Die Flammen loderten und der Rauch stieg über Chur auf. Die Sirenen heulten durch die Strassen. Es war die Nacht, in der das gesamte Postauto-Depot hinter dem Churer Bahnhof brannte. Ein Kurzschluss in einem zuvor abgestellten Postauto hatte zu dem Feuer geführt. 20 Fahrzeuge und das Gebäude wurden beschädigt, der Sachschaden beläuft sich auf über zehn Millionen Franken. Die Zeit nach dem Brand war gezeichnet von Bildern der Verwüstung, vielen Emotionen und langen Aufräumarbeiten.
Jemand, der das ganze Szenario hautnah miterlebt hatte, ist Roland Tremp, früherer Churer Stadtrat. In der besagten Nacht sass er in seiner Wohnung an der Scalettastrasse, direkt neben der Postgarage. Auch 15 Monate später sind die Erinnerungen an den Brand noch nicht erloschen. Aber es gibt die Chance auf einen Neustart, denn die Baubewilligung für den Wiederaufbau wurde gutgeheissen. Wie Roland Tremp, Vorsitzender der Baukommission Wiederaufbau Postautogarage, erklärt, beginnen die Bauarbeiten demnächst. Das bestätigt auch Walter Schwizer, Leiter Betrieb Ost von Postauto: «Den Baustart haben wir auf den 4. Mai terminiert. Denn die Baubewilligung liegt jetzt vor und die Finanzierung ist geregelt.»
Eins zu eins aber mit Änderungen
Nun gehe es in erster Linie um den Eins-zu-eins-Wiederaufbau des Postautodepots, stellt Schwizer klar. Es seien jedoch auch einige zusätzliche Arbeiten geplant. Unter anderem soll eine Sprinkleranlage Bestandteil des neuen Depots werden. «Die Sprinkleranlage wird überall dort eingebaut, wo Postautos abgestellt werden. Dazu gehört auch die Werkstatt der Thomann Nutzfahrzeuge AG», sagt Schwizer. «Auch in Zusammenhang mit der Entwicklung der E-Mobilität gibt es Erneuerungen, denn es wird ein zusätzlicher Traforaum gebaut.» Dadurch wolle Postauto auch in Zukunft flexibel sein, was die E-Mobilität betreffe.