Mit dem Frühling kommt im Glarnerland der Winter
Momentan sind die Tage alles andere als frühlingshaft. Am Montag stiegen die Temperaturen nicht mehr über 3,5 Grad, und es wurden Erinnerung an die letztjährige Näfelser Fahrt wach, als es sogar am ersten Donnerstag im April ungefähr zehn Zentimeter Neuschnee gab.
Mehr als 2 Grad zu warm
Bis am 21. März war es bei uns im Kanton oft mild, und am 20. März wurde im Kantonshauptort ein Wert von 17,7 Grad gemessen. Insgesamt betrug der Temperaturüberschuss in der Stadt Glarus 2 Grad verglichen mit der klimatologisch relevanten Norm der Jahre 1961 bis 1990. Damit war im Kanton Glarus der Temperaturüberschuss rund 0,2 Grad höher als im Mittelland. Dies hatte vor allem mit den weniger kalten Nächten bei uns zu tun. Einerseits hatte es zum Monatsende mehr Wolken entlang der Berge, und so war die Abkühlung weniger heftig, und anderseits blies oft ein strammer Wind, was die nächtliche Abkühlung ebenfalls hemmte. Entsprechend ist es wenig überraschend, dass die Tiefsttemperatur in Glarus nur bei –3,2 Grad lag, während im Mittelland vielerorts –5 Grad erreicht wurden, in Ebnat Kappel sogar –7,6. In Elm lag der Monatstiefstwert bei – 6,5 Grad, der Höchstwert bei 16,6 Grad. Dies führte insgesamt zu einem Temperaturüberschuss von 2,4 Grad.
Sonnig und trocken
Lange Zeit bestimmten Hochdruckgebiete unser Wetter, entsprechend war es auch im ganzen Kanton zu trocken. An den meisten Orten gab es in unserem Kanton nur etwa 70 Prozent des üblichen Niederschlags. Generell war der März in der Schweiz ziemlich trocken, mehr Niederschlag als sonst gab es nur im Wallis, in der Genfersee-Region sowie im Südtessin und in Südbünden.