Menschen statt Autos auf dem Parkplatz
Seit dem 23. Juli steht ein gelbes Zimmer mit Bett, Nachttisch, Tisch und Stühle und einem Schrank mit Büchern und Spielsachen auf dem Parkplatz an der Hauptstrasse von Scuol. Während des ganzen Sommers hat der Verein Creacumün diesen Parkplatz mit verschiedenen Aktionen zu einem Begegnungsraum umgewandelt. Der Verein möchte der Gemeinschaft die besondere Bedeutung von öffentlichen Räumen und des Baukulturerbes näherbringen. Der Fokus liegt dabei auf Kindern und Jugendlichen. Fragen werden dabei aufgeworfen wie: Wie viel öffentlicher Raum darf der motorisierte Individualverkehr einnehmen? Oder: Wie können wir als Nutzerinnen und Nutzer öffentliche Plätze mitgestalten und sie lebendig halten?
Normalerweise weist das Parkschild darauf hin, dass diese Fläche nicht ein Ort des Verweilens oder des Gestaltens ist, sondern für Autos und Motorfahrzeuge reserviert. Für ein paar Wochen wurde der Parkplatz nun zum öffentlichen Raum, wo Kinder geschminkt, Hüte gebastelt, Konzerte veranstaltet oder Degustationen durchgeführt wurden. Alle Veranstaltungen waren kostenfrei. «Wir hatten nur positive Rückmeldungen», freut sich Adriana Stuppan von Creacumün. Das Interesse sei bei Einheimischen und Gästen vorhanden gewesen. Als krönender Abschluss der Sommeraktion ist am Freitag von 9.30 Uhr bis 18 Uhr die Durchführung des Park(ing) Days vorgesehen. Am Morgen wird der Kindergarten zu Besuch sein, am Nachmittag die Schulen und ab 16.30 Uhr ist ein Konzert mit Braida Janett vorgesehen.