Mehr als nur Scannen und Kopieren
Die Dokumentationsbibliothek Davos (DBD) und die Davoser Revue (DR) hätten eine enge Verbindung, meinte DBD-Leiterin Annick Haldemann in ihren einleitenden Worten. «Die DR schafft einen Zugang zum ‹Wissenstresor›, den wir im Schweizerhaus betreuen.» So erstaunte es nicht, dass Haldemann die neusten Neuigkeiten ausgerechnet den Genossenschaftsmitgliedern der altehrwürdigen Davoser Kulturzeitschrift überbrachte, die am vergangenen Donnerstag ihre Generalversammlung im Schweizerhof abhielten. Haldemann stellte zu Beginn kurz einige Eckwerte zum DBD-Fotoarchiv vor und erläuterte, weshalb eine Digitalisierung sinnvoll sei. «Zum einen ist die Bildersuche derzeit eingeschränkt, da sie nur physisch vor Ort erfolgen kann. Andererseits ist die Sortier- und Gruppierarbeit oder die Filterung aufwendig.» Und nicht zu vernachlässigen sei, dass die physisch vorhandenen Fotos und die mit ihr verbundenen Karteikarten (siehe Bild) mit der Zeit leiden würden.
Semi-automatische Texterfassung
Letztere sind auch das entscheidende Element bei der Digitalisierung: Auf den Karteikarten sind zahlreiche wichtige Informationen zu finden, die Historikern bei ihrer Recherche Gold wert sind. Im Rahmen der nun laufenden Digitalisierung wurden nebst einem hochauflösenden Scan der Fotos auch die Texte mittels OCR-Programm eingelesen. Die Erfassung der mittels Schreibmaschine geschriebenen Texte erfolge meist problemlos, so Haldemann. Bei Stempeln oder handgeschriebenen Notizen habe das Programm allerdings seine Mühe. Daher müssten diese doch oft wichtigen Informationen manuell erfasst werden. Und ebendiese Korrekturarbeiten hätten letzte Woche gestartet, freute sich die DBD-Leiterin. Betraut mit dieser Arbeit sei die Fotostiftung Graubünden, die viel Erfahrung in diesem Bereich mitbringe. Konkret im Einsatz stünden auch Zivildienstleistende, die bei der Digitalisierung mithelfen würden.