Liebesbetrug im Internet: Frau um 50'000 Euro erleichtert
Unglücklich verheiratet, einsam – dann die grosse Liebe, welche Rosmarie* schwach macht. Der Romeo ist gut aussehend, weit gereist, ein wohlhabender Bauingenieur. Rosmarie geniesst es, von Davide, so nennt er sich selber, mit Schmeicheleinheiten überhäuft zu werden.
Die Chats beginnen vor gut einem Jahr harmlos, mit einer Facebook-Anfrage. Allmählich lernt man sich kennen. Die Sprache wird vertrauter: «Guten Morgen», schreibt Davide Rosmarie. «Ich hoffe, dass es mit unserem ersten Treffen bald klappt.» Bald nennt Davide seine Rosmarie «Liebling» und verspricht, «für immer in ihrem Leben zu bleiben». Die Turteltauben senden sich Fotos.
Davide fordert Geld
Auf einmal verlangt der Lover aber Geld. Schwierigkeiten da, Probleme dort. Rosmarie zahlt. Und Davide fordert weiter: «Bitte helfen Sie mir mit 5000 Euro.» Davide will damit vor Verlassen der Türkei sein Flugticket kaufen und die Hausmiete bezahlen. «Weil der Vermieter mir mit der Polizei gedroht hat.» Davide schwärmt von der gemeinsamen Zukunft: «Du musst wissen, dass ich tief in dich verliebt bin.»
Rosmarie zahlt für alles Mögliche weiter. Und Davide schreibt weiter: «Swift hat meine 400'000 Euro und meine schottischen Unternehmensdokumente beschlagnahmt.» Davide fragt: «Wie erwartest du da, dass ich mich gut um dich kümmern kann, wenn wir als Ehemann und Ehefrau zusammenleben?»