Wie schütze ich meine Familie vor finanziellen Risiken?
Wir sind Eltern geworden und haben kürzlich eine Wohnung gekauft. Mein Partner (wir sind nicht verheiratet) hat sein Arbeitspensum reduziert. Müssen wir unsere Vorsorgesituation überdenken?
Ja, in dieser Lebensphase ist eine Überprüfung Ihrer Vorsorge besonders wichtig, weil sie neue Verantwortlichkeiten mit sich bringt. Mehrere Aspekte kommen in Ihrer Situation zusammen:
Dass Sie im Konkubinat leben, hat auch vorsorgerechtliche Folgen: Stirbt ein Partner, erfolgt aus der AHV nur eine Rente ans Waisenkind. Diese deckt nur die Grundbedürfnisse ab. Deshalb sollten Sie eine zusätzliche Absicherung prüfen. Auch Leistungen aus der Pensionskasse sind nicht selbstverständlich, sondern hängen vom jeweiligen Reglement ab. Entscheidend ist, dass Sie sich gegenseitig bei Ihren Pensionskassen als begünstigte Personen melden.
Vorsorgelücken schliessen
Wenn Ihr Partner das Arbeitspensum reduziert, sinken neben den Familieneinkünften auch die Beiträge an die Altersvorsorge. Es entstehen Vorsorgelücken, die erst Jahre später zu Tage treten. Umso wichtiger ist es, dass Sie die eigene Vorsorge neu ausrichten, z. B. durch gezielte Einzahlungen in die 3. Säule oder durch Überprüfung der Absicherung im Invaliditäts- oder Todesfall.
Vorsorgeauftrag
Ein Vorsorgeauftrag empfiehlt sich ebenso. Dieser regelt, wer Entscheidungen trifft, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind (Urteilsunfähigkeit). Fehlt ein solcher Vorsorgeauftrag, wird die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) involviert – mit wenig Spielraum für individuelle Lösungen.