Projekt Brambrüesch im Faktencheck
Herr Engler, die Abstimmung kommt näher. Was ist bis dahin die grösste Herausforderung?
Die Aufklärungsarbeit zu Fragen, die seit 2019 im Raum stehen, aber auch wegen der neuen Vorlage an sich. Wir sind überzeugt, dass diese einen echten Mehrwert für Brambrüesch und Chur bringt. Das Projekt ist vorgeprüft und umsetzungsreif. Mit einem Ja kann die neue Bahn im Dezember 2028 eingeweiht werden. Das Ganze kostet netto 33,7 Millionen, was der Teuerung und Kostensteigerung seit 2019 geschuldet ist. Insgesamt ist es die beste Lösung.
Was sind die meistgestellten Fragen?
Es gibt viele Missverständnisse. Vor allem wird nach einer Teilsanierung gefragt oder warum nicht am Berg selbst investiert wird. Eine Teilsanierung kostet letztlich deutlich mehr, am Berg selbst ist bereits viel gemacht worden. Der Skilift sowie der Sessellift sind auf dem neuesten Stand. Wird die Vorlage abgelehnt, müssten die Vorlagen des BehiG sofort umgesetzt und aus geologischen Gründen in die Mittelstation investiert werden. Dazu kommen noch weitere Kosten mit der Revision der Pendelbahn und dem Ersatz der Gondelbahn vom Känzeli nach Brambrüesch.
Was sagen Sie zu der Behauptung, es handle sich um ein Luxusprojekt, das zu einer Steuererhöhung führe?
Die Bahn entspricht der neuesten Generation, ohne jeglichen Luxus. Finanziell und komforttechnisch ist es die beste Entscheidung. Die Gesamtkosten der Bahn sehen auf den ersten Blick hoch aus, aber Experten geben uns recht. Eine Teilsanierung ist teurer und führt zu einem Betriebsunterbruch von drei Saisons, was weitere Verluste verursacht. Die neue Verbindung spart 400'000 Franken pro Jahr an Betriebsbeiträgen ein und das neue Stadthallenareal kann entwickelt werden. Eine Steuererhöhung in den nächsten Jahren wäre nicht allein diesem Projekt geschuldet, sondern den weitreichenden Investitionen der Stadt Chur.