Kartoni-Pläne bleiben kein Papiertiger
Im Richtplan der Gemeinde Glarus werden drei Entwicklungsschwerpunkte definiert: Grosser Zaun Netstal, Obere Allmeind/Bahnhof Ennenda und Ennetbühls/Bahnhof Glarus. Priorität wird den letzten zwei eingeräumt, und einen Schritt voran geht es jetzt in Ennetbühls, wo für die beiden Teilgebiete Kartoni-Areal und Untere Allmeind ein Masterplan vorliegt. Vorgestellt wurde er zuerst den direkten Nachbarn des Kartoni-Areals an einem «Informations- und Austauschanlass», wie in der Medienmitteilung steht, die danach publiziert wurde. Die beiden Areale – Kartoni und Untere Allmeind – «stellen heute ein zusammenhängendes Gebiet mit nicht nur sehr hohem Entwicklungspotenzial, sondern auch von grosser Bedeutung für Glarus dar».
Eigentümerin des Kartoni-Areals ist die Weidmann Electrical Technology AG, die von der Sutter Projects GmbH aus Baar (ZG) vertreten wird, die Untere Allmeind gehört der Gemeinde Glarus. Die Erarbeitung des Masterplans gab der Gemeinderat in Auftrag, daran mitgewirkt hat eine Begleitgruppe aus Vertretungen der Behörden und Experten. Parallel dazu fanden Workshops mit Leuten aus der lokalen Hotellerie, Gastronomie, aus Tourismus, Detailhandel, medizinischer Versorgung, Politik, Raumplanung, Architektur und Kultur statt. Denn Ziel des Masterplans sei es, die «grundlegenden Absichten und Rahmenbedingungen für die Arealentwicklung aufzuzeigen», steht in der Mitteilung. Darauf basierend soll Ende 2021 ein Überbauungsplan fertiggestellt werden, um frühestens im Frühling 2022 mit einer ersten Bauetappe zu beginnen – allerdings nur auf dem Kartoni-Areal.
Untere Allmeind steht hinten an
Weil in der Gemeinde «aktuell eine rege Bautätigkeit herrscht und die Gemeinde private Bauvorhaben nicht konkurrenzieren will», wird dem Teilareal Untere Allmeind laut Mitteilung keine Priorität eingeräumt.
«Da würden zu viele Wohnflächen auf einmal produziert», führt der Inhaber und Geschäftsführer der Sutter Projects GmbH dazu aus. «Aber es machte natürlich Sinn, dass wir gemeinsam darüber nachgedacht haben, wie die zwei Areale aussehen, erschlossen und entwickelt werden könnten», sagt Robert Sutter weiter. «Ein klares Ziel ist es, dass ein interessantes und ganzheitliches Quartier entsteht.»