Kanton und Gemeinden unterstützen Kinderkrippen
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind heftig und treffen alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Um die Existenz der privat geführten Kindertagesstätten und Kinderkrippen für die Zukunft zu sichern, sind ausserordentliche Leistungen der öffentlichen Hand nötig. Diese Leistungen bezweckten aber nicht, Auswirkungen der Krise und der damit verbundenen staatlichen Eingriffe zu kompensieren, schreibt der Kanton in einer Mitteilung.
Der Regierungsrat des Kantons Glarus richtet einen Fonds ein, erlässt ein entsprechendes Reglement und schliesst gestützt darauf mit den Gemeinden eine Leistungsvereinbarung ab. Analog zum Bereich Kultur. Der Fonds wird mit 150'000 Franken aus den Steuerreserven gebildet, heisst es in der Mitteilung.
Auswirkungen des Coronavirus auf Kinderkrippen und Tagesstätten
Kindertagesstätten dürfen seit dem 17. März nur geschlossen werden, wenn die zuständigen Behörden andere Betreuungsangebote sicherstellen. Im Kanton Glarus wurden die Betreiber von Krippen zusätzlich angewiesen, die Betreuungsplätze vorrangig Kindern von Eltern zur Verfügung zu stellen, die in sogenannt systemrelevanten Berufen tätig sind. Dazu gehören beispielsweise das Gesundheitswesen, der öffentliche Verkehr und die Grundversorgung.
Die Anordnungen von Bund und Kanton erzielten den gewünschten Effekt. Der Grossteil der Eltern hat sich während dieser zwei Monate selber organisiert und die Kinder vorläufig nicht mehr zur Betreuung in die Krippen gebracht, heisst es in der Mitteilung. Die öffentliche Hand steht hier in der Pflicht, sich an den Kosten für die nicht genutzten Betreuungsplätze zu beteiligen und damit den Fortbestand der Einrichtungen zu sichern.