In Schwanden wird weiter gegen das Virus gekämpft
Zurzeit gehe es im Alterszentrum Schwanden vor allem darum, die Ansteckung der gesunden Frauen und Männer zu verhindern, steht in der gestrigen Medienmitteilung der kantonalen Task Force Covid-19. «Die infizierten Bewohnenden werden in separierten Pflegestationen betreut und gepflegt.» Dadurch sei es gelungen, dass bisher keine Bewohnerinnen oder Bewohner im Altersheimtrakt betroffen seien.
Aber: «Die Zahl der Infizierten ist insgesamt weiter gestiegen», steht in der Mitteilung weiter. Wurden vor knapp einer Woche noch insgesamt 40 Bewohnerinnen und Bewohner und 26 Mitarbeitende vermeldet, stiegen diese Zahlen bis gestern nun auf 56 (+16) und 48 (+22). Und: «Leider müssen acht verstorbene Bewohnerinnen und Bewohner beklagt werden, die mit dem Coronavirus infiziert waren.»
Diese gehörten korrekterweise zu den insgesamt 56 Frauen und Männern, die gestern als infiziert gemeldet wurden, präzisiert Rolf Hanimann auf Anfrage. Er ist Verwaltungsratspräsident der Alters- und Pflegeheime Glarus Süd.
Im Spital befinde sich zurzeit niemand aus dem Altersheim Schwanden, sagt er. «Das hängt vor allem mit den jeweiligen Patientenverfügungen und den Absprachen mit den Angehörigen zusammen.» Laut diesen seien Einlieferungen ins Spital bisher nicht gewünscht worden.
Sehr stark gefordert ist gemäss der Mitteilung auch das gesamte Personal, das einen sehr grossen Einsatz leiste. «Es wird nach Möglichkeit von verschiedenen Stellen durch Hilfspersonal unterstützt», heisst es dazu.
Dazu beigetragen hat laut Hanimann der Aufruf von letzter Woche, wonach kurzfristig ausgebildetes Pflegefachpersonal gesucht werde, das die Mitarbeitenden vor Ort temporär unterstützen könne. «Wir spürten auf verschiedenen Ebenen grosse Hilfsbereitschaft.»
Bereits morgen Donnerstag soll im Altersheim Schwanden erneut ein Corona-Massentest durchgeführt werden.