Wissenschaftscafé Graubünden – ein Weg zu Wissen und Ideen
Im Wissenschaftscafé diskutieren Rebecca Mott, Schneehydrologin am SLF, mit Vidal Schertenleib, Verwaltungsrat Davos Klosters Bergbahnen AG, und Adriano Joss, Gruppenleiter Abwasser EAWAG, unter der Leitung von Manuela Brunner, Hydrologin, ETH Zürich/SLF, was dem Wassertropfen auf seiner Reise widerfahren könnte: Gelangt er in ein Bächlein, den Davoser See oder ins Grundwasser? Durchläuft er eine Turbine, eine Schneekanone, einen Wasserhahn, die Kläranlage? Wie lange bleibt er hier, bis er das Tal Richtung Himmel oder Richtung Albulatal wieder verlässt? Noch ist Wasser in Davos in bester Qualität reichlich vorhanden. Wird das in der Zukunft so bleiben? Welche Verantwortung tragen wir, die wir am Anfang dieser langen Wasserreise Richtung Nordsee stehen?
Cafékultur in Graubünden
Warum es sich lohnt, nicht nur diesem speziellen Wissenschaftscafé, sondern auch den anderen gleichartigen an weitern Standorten stattfindenden Veranstaltungen teilzunehmen, erklärt Barbara Haller Rupf, Geschäftsführerin der Academia Raetica, der Vereinigung zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung im Kanton Graubünden: «Seit jeher sind Café ein Ort des Austauschs, der Diskussionen und der Meinungsbildung. Im Café werden die Neuigkeiten des Tages ausgetauscht, Pläne geschmiedet und Bekanntschaften geschlossen. Oft sprechen wir auch von einer ausgesprochenen Kaffeehauskultur, wobei diejenige von Wien nicht mit den Amsterdamer ‹Coffee Shops› ver- wechselt werden sollte.
Meine zugegeben nicht-repräsentative Umfrage nach der Bedeutung des Cafébesuchs in meinem Bekanntenkreis brachte erstaunliche Ergebnisse: Die meisten ge- hen ins Café, um neue Menschen zu treffen oder um sich mit Bekannten auszutauschen. Man sucht die öffentliche Atmosphäre, um fokussiert arbeiten zu können oder um fremde Menschen zu beobachten. «Nur» wegen des Kaffees gehen die wenigsten.