Im Glarnerland soll die Erste Hilfe schneller eintreffen
Sie sollen an abgelegenen Orten Leben retten. Die sogenannten First Responder leisten Erste Hilfe, bis die Profis eintreffen. Mehrere Kantone kennen diese medizinischen Laienhelfer, im Glarnerland gibt es sie schon in Braunwald, wo das Spitalauto nicht hochkommt. Ihre schnelle Hilfe erhöht die Überlebenschancen etwa von Herzstillstandspatienten nachweislich. Gleich wie der Notarzt werden auch die Ersthelfenden über die Notrufzentrale alarmiert.
Der Kanton Glarus arbeitet jetzt daran, das Ersthelfer-Netz von Braunwald auf andere Orte im Glarnerland auszuweiten. Das schreibt der Regierungsrat in einer Antwort auf eine Interpellation der Glarner FDP zum Thema. Grundsätzlich sei die Versorgungslage bei einem Herz-Kreislauf-Stilland zwar für einen grossen Teil der Bevölkerung sehr gut. An abgelegenen Orten bestehe aber noch Handlungsbedarf. Besonders dort, wo Landemöglichkeiten für Helikopter fehlen.
Die Kosten werden unterschiedlich hoch geschätzt
Der Anstoss zum Ausbau war von zwei Organisationen aus dem Gesundheitsbereich gekommen. Wie der Kanton schreibt, hatten der Glarner Samariterverband und die Alpine Rettung Schweiz unabhängig voneinander und praktisch gleichzeitig Konzepte für ein Ersthelfernetz eingereicht. Die beiden Konzepte rechneten mit einmaligen Kosten von 120 000 bis 220 000 Franken bei der Einführung. Dazu kämen jährliche Kosten zwischen 12 000 und 22 000 Franken.
Das Gesundheitsdepartement hat mittlerweile einen Entwurf für ein kantonales Ersthelfer-Konzept ausgearbeitet, wie es heisst. Als Nächstes werde nun dessen Umsetzung geplant, so der Kanton.