Heute wird weltweit das Stottern gefeiert
Der Redefluss ist gestört, der Sprechablauf unterbrochen und Wörter, Silben oder Laute werden wiederholt – in etwa so wird das Stottern definiert. Tatsächlich steckt hinter der Störung des Sprechens aber noch viel mehr. Um die Menschen weltweit zu sensibilisieren und informieren, findet daher seit rund 22 Jahren am 22. Oktober der Welttag des Stotterns statt. Zur Feier des Tages haben wir mit zwei Betroffenen über das Stottern gesprochen.
Das Leben mit Stottern
Der 22-jährige Timo Hämmig und der 66-jährige Beat Meichtry stottern beide seit ihrer Kindheit. Mit der Sprechstörung umzugehen war für sie nicht immer einfach. Besonders in der Schulzeit gab es einige Herausforderungen.
Nach einer Therapie bei der Vereinigung für Stotternde und Angehörige (Versta) haben sie ihre Sprechfreude jedoch wiederentdeckt. Nun möchten sie anderen Betroffenen Mut machen. «Man soll aktiv bleiben und nicht aufgeben» und «Der Stotternde kann sprechen, er hat eine Sprechkompetenz», lauten die Devisen der Beiden. Im Interview sprechen die Männer noch genauer über das Stottern und geben einen Einblick in ihr Leben.
Entstehung im Kindesalter
Das Stottern tritt typischerweise erstmals zwischen dem 2. udn 4. Lebensjahr auf. Auch bei Timo Hämmig und Beat Meichtry war dies der Fall. Bei vielen Kindern kann das Stottern aber auch wieder weggehen. Lediglich ein Prozent der Erwachsenen stottert.