Grippewelle ist fast überstanden
Sie kam später als sonst, aber sie kam: Die Grippewelle. Nun neigt sich die aktuelle Grippesaison dem Ende entgegen. Die Grippekurve auf der Homepage des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zeigt in allen Schweizer Regionen nach unten, so auch in der sogenannten Region 5, zu welcher der Kanton St. Gallen gehört.
Auch im Linthgebiet ist die Grippewelle fast vorüber. Nach Einschätzung von Holger Hänsch, Präsident des Ärztevereins Linth, erreichte die Viruserkrankung in diesem Jahr ihren Höhepunkt später als sonst: «Häufig haben wir in den Arztpraxen bereits im Herbst Konsultationen wegen Grippe.» Erst ab der zweiten Januarhälfte seien mehr Grippefälle aufgetreten. «Mitte Februar erreichte die Grippewelle im Linthgebiet ihren Höhepunkt.» Im Winter 2017/2018 seien die meisten Grippekranken bereits vier Wochen früher in die Praxis gekommen.
Zäher Husten und viele Rückfälle
Während es vor einem Jahr im Zusammenhang mit der Grippe zu aussergewöhnlich vielen Lungenentzündungen gekommen ist, beobachtete Hänsch im ausklingenden Winter eine andere Ausprägung: «Viele Patienten klagten über einen zähen, trockenen Husten, der lange anhielt. Nach einer anfänglichen Besserung kam es ausserdem häufig zu Rückfällen.»
Ebenfalls auffällig ist, dass in der ausklingenden Grippesaison vor allem junge Menschen vom Virus heimgesucht wurden. Neben der Gruppe der 15- bis 29-Jährigen waren besonders Kleinkinder unter vier Jahren stark betroffen von der Grippewelle. Für sie sei das mit der Grippe einhergehende Fieber besonders gefährlich, erklärt Holger Hänsch. «Wenn Kleinkinder zu lange hohes Fieber haben, können sich gefährliche Fieberkrämpfe entwickeln.»