Frau Holle war Stammgast im Januar
Frau Holle schüttelte im Januar ihre Kissen wie selten zuvor. Schon zur Monatsmitte lag im Glarner Hauptort mehr als ein halber Meter Schnee. Am 14. Januar fielen 35 Zentimeter Neuschnee, und bis am Morgen des 17. Januars war die Schneedecke auf 65 Zentimeter angewachsen. Mit der folgenden Föhnphase schmolz die Schneedecke bis auf 17 Zentimeter.
Mit dem nächsten grossen Schneefall am 27. Januar wuchs die Schneeschicht aber erneut auf 65 Zentimeter. Mit dem Regen vom 28. bis zum 30. Januar schrumpfte der Schnee wieder auf 30 Zentimeter. An der Messstation im Klöntal betrug die maximale Schneehöhe am Morgen des 29. Januars 105 Zentimeter. Im Süden des Kantons erreichte die Schneeschicht schon am 17. Januar ihre grösste Mächtigkeit. In Elm wurden 127 Zentimeter gemessen und auf der Station Tierfehd 124 Zentimeter.
Niederschlagsrekorde
Die Niederschlagssumme für den Monat Januar erreichte in Glarus einen neuen Rekord. Mit 245 Millimetern wurde der alte Rekord aus dem Januar 1968 um gut 10 Millimeter übertroffen. Auch am Walensee gab es den nassesten Januar seit Menschengedenken. Mit 261 Millimetern wurde in Weesen der Rekord von 1968 ebenfalls übertroffen. Viel Niederschlag gab es auch in Braunwald und Elm. In Braunwald wurden 397 Millimeter verzeichnet. Der Rekord von 510 Millimetern, ebenfalls aus dem Januar 1968, blieb unangetastet, ebenso der zweithöchste Wert aus dem Januar 2018 mit 507 Millimeter, notabene also erst vor drei Jahren.
Der Januar 2021 war in weiten Teilen der Schweiz zu kalt. In der Stadt Glarus war es im Vergleich zur klimatologisch relevanten Norm der Jahre 1961 bis 1990 allerdings rund 0,7 Grad zu warm. Dies hatte vor allem auch mit der langen Föhnphase zu tun. Im Vergleich zu den letzten dreissig Jahren entsprach die Temperatur allerdings genau dem langjährigen Schnitt. In Elm war es dagegen eindeutig zu kalt mit einem Defizit von 0,7 Grad.