Flugverkehr über Chur und Umgebung
Man würde meinen, diese Woche gab es auch nur wieder ein Thema: das Coronavirus. Aber dem ist nicht so. In den vergangen Tagen haben uns verschiedene Leser gemeldet, dass sie über Chur und Umgebung vermehrt Flugverkehr bemerkt haben.
So hat uns Lori Gasser geschrieben: «Könnte jemand mal herausfinden, weshalb die Luftwaffe tagelang über Chur und Umgebung mit ‹Akrobatik› den Lärmpegel drastisch erhöht? Wir haben mit dem WEF schon eine grosse Belastung genug. Das würde sicher viele Leute interessieren.»
Ähnlich nimmt auch Lydia Sonderegger die Situation wahr: «Ich wundere mich schon seit Tagen über den Fluglärm, ist dies die Armee? Man hört das Flugzeug mit Unterbrüchen den ganzen Tag. Leider konnte ich jedoch nichts sehen. Haben Sie eine Erklärung dafür?»
Ausbildung über der Südostschweiz
Da wurden auch wir stutzig und fragten uns: «Was ist da los?» Darum haben wir kurzerhand bei der Quelle selbst nachgefragt und diese Antwort des Schweizer Militärs erhalten:
«Auch wenn das Corona-Virus unser Leben stark bestimmt, die Bundesverfassung gibt der Armee den Auftrag, in allen Lagen die Einsatzbereitschaft ihrer Truppen sicherzustellen. Das bedeutet, dass auch in dieser ausserordentlichen Lage eine Schiessausbildung betrieben werden muss. Ebenso bedeutet dies, dass die Luftwaffe Luftpolizeidienst leistet und ihre Piloten für die Luftverteidigung fit hält.» Darum sperre die Armee auch gewisse Teile von Waffenplätzen ab, die sonst den Leuten für Freizeitaktivitäten zur Verfügung stehen würden.