«Es ist eine faire Lösung»
Wie werden die Lehrabschlussprüfungen in diesem Jahr durchgeführt, Herr Parolini?
Jon Domenic Parolini:Gemäss der Mitteilung vom 9. April des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft Bildung und Forschung (WBF) sieht die Lösung folgendermassen aus: Für die Prüfung der praktischen Arbeit wird pro berufliche Grundbildung schweizweit eine durchführbare Variante gewählt. Es gibt drei Varianten, die zur Diskussion stehen. Eine schulische Prüfung bezüglich Allgemeinbildung findet nicht statt. Es zählen die Erfahrungsnoten. Die Sicherstellung der Gesundheit und der Sicherheit aller Beteiligten ist das das oberste Gebot.
Wie hat man sich auf diese Lösung geeinigt?
Das nationale Steuergremium «Berufsbildung 2030» hat in verbundpartnerschaftlichen Arbeitsgruppen Lösungsvorschläge erarbeitet. Heute haben sich der Bund, die Kantone und die Sozialpartner an einem ausserordentlichen nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung geeinigt, Schweizweit eine konsolidierte Regelung für dieses Qualifikationsverfahren zu verabschieden. Es gebührt ein Dank all denjenigen, die sich in diesen verschiedenen Arbeitsgruppen in den letzten Wochen intensiv engagiert haben, eine Lösung zu finden.