«Es hat genug Selbsttests für alle»
Fünf kostenlose Corona-Selbsttests innert 30 Tagen für jede Person, die in der Schweiz krankenversichert ist: Ab Mittwoch nimmt die Teststrategie in der Schweiz eine neue Dimension an. Mit den Selbsttests noch früher und mehr Menschen erkennen, die sich mit Covid-19 infiziert haben, das erhofft sich der Bund von den zusätzliche Testmöglichkeiten.
Aus dem vorderen Nasenbereich
«Wir haben genügend Tests für die ganze Bevölkerung, es muss sich niemand Sorgen machen», sagt Monika Fehr, Präsidentin des Bündner Apothekerverbandes gegenüber Radio Südostschweiz. Fehr erwartet am Mittwoch einen Grossandrang in den Apotheken. Deshalb sagt sie: «Wer die fünf Tests erhalten hat, informiert sich am besten anhand der Bedienungsanleitung oder des Erklärvideos des BAG über die genaue Handhabung des Tests. Die Apothekerinnen und Apotheker werden aufgrund der erwarteten grossen Nachfrage kaum Zeit haben, es jeder Kundin und jedem Kunden einzeln zu erklären.» Fünf Stäbchen und fünf Plättchen befänden sich in der Packung, dazu die Testflüssigkeit. Im Unterschied zu den PCR-Tests werden die Stäbchen gemäss Fehr nicht weit nach hinten in den Nasen-Rachen-Raum geschoben, sondern nur in den vorderen Teil der Nase. Auf ein Plättchen übertragen, sei dort nach Kontakt der Probe mit der Testflüssigkeit das Resultat abzulesen: «Ein Streifen bedeutet, dass der Test negativ ausgefallen ist, zwei Streifen bedeuten eine Infektion mit Covid-19erklärt Fehr. In letzterem Fall müsse sofort das nächste Testcenter aufgesucht werden, um mittels PCR-Test das Resultat zu bestätigen. «Die Selbsttests sind ein bisschen weniger sicher als die PCR-Tests, deshalb muss ein positives Ergebnis eines Selbsttests mittels Labortest überprüft werden», erklärt Fehr.