Erste Bündner Firmen informieren sich über Kurzarbeit
Der Einfluss des Coronavirus erreicht nun definitiv auch die Wirtschaft. Wie Paul Schwendener, Leiter des Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit des Kantons Graubünden, auf Anfrage von Radio Südostschweiz erklärt, sind beim Kanton ein Gesuch und zwei Anfragen für Kurzarbeit-Entschädigungen eingegangen. Dabei gehe es um einen Produktionsbetrieb, der auf Material aus Fernost warte, einen Restaurationsbetrieb und einen Betrieb, der spezialisiert sei auf Marktversanstaltungen.
Mehr Arbeit für den Kanton
Man rechne mit weiteren Gesuchen. Ees ist aber nicht so, dass wir im Moment überrannt werden. Allenfalls kommen aber aus dem Bereich Tourismus noch weitere entsprechende Anträge», ergänzt Schwendener. Einen Notfallplan brauche es beim Kanton nicht. Man gehe von mehr Arbeit aus, konkrete Zahlen habe man aber nicht. «Wir werden uns kurzfristig organisieren, falls die Anfragen und Anträge massiv ansteigen.»
Klarer Anforderungskatalog
Die entsprechenden Weisungen des Bundes habe man vor rund zwei Wochen erhalten. «Die Auswirkungen des Coronavirus berechtigen grundsätzlich zur Kurzarbeit», so Schwendener. Das Vorgehen sei bei jedem Gesuch das gleiche: «Wir müssen im Einzelfall abklären, ob ein Zusammenhang zwischen dem Virus und dem Antrag auf Kurzarbeit besteht.» So würden beispielsweise die aktuellen Umsatzzahlen der Antragsteller mit denen vom Vorjahr verglichen. Buchungsstornierungen und Lieferverzögerungen seien mit den entsprechenden Unterlagen auch nachweisbar. Ausserdem müsse bei Kurzarbeit auch das schriftliche Einverständnis der betroffenen Mitarbeitenden vorliegen.