«Eine verheissungsvolle Türe aufgestossen»
Die Aula der Mittelschule war brechend voll – denn keiner wollte verpassen, wie dem Gottamaitli, dem Enkel, der Nachbarstochter oder dem Neffen das Abschlusszeugnis überreicht wurde. SAMD-Rektor Severin Gerber sprach in seiner Einleitung von einem besonderen Moment, ja gar von einem Meilenstein. Denn nach einigen Jahren harten Lernens endete die schulische Karriere für die sechsten Klassen des Gymnasiums respektive der Handelsmittelschule. Die diesjährige Erfolgsquote verkündete Gerber wie bei einem erfolgreichen Differenzler-Jass: 45 angetreten, 45 bestanden – auch ein gutes Zeichen für die Lehrerschaft an der SAMD.
Die traditionelle Laudatio hielt dieses Jahr das neuste Mitglied des SAMD-Stiftungsrates: Jan Vontobel, Ärztlicher Direktor Hochgebirgsklinik, ging in seiner Rede kurz auf den Krieg in der Ukraine ein und schlug den Bogen zur schulischen Reife, respektive der Gestaltung des Lebens. «Es geht nicht nur ums Erlernte, sondern darum, wie es angewendet wird», so Vontobel. Mit der Matura hätten die jungen Menschen nun eine «verheissungsvolle Türe für die Zukunft» aufgestossen.
In sechs Jahren verändert sich viel
Beim nächsten Programmpunkt gebe man sich etwas dem Wehmut hin, merkte Gerber an. Doch keineswegs wurden dabei Tränen vergossen. Vielmehr sorgten schon fast historische Videoaufnahmen für viele Lacher. Chemielehrer Dmitriy Khoroshev fertigt jeweils in den ersten Klassen Videoaufnahmen der Schulkinder an, die dann nach fast sechs Jahren zu Jugendlichen herangereift sind. Die Vorführung dieser Filmsequenzen vermochten so manchen Zuschauer, aber auch so manchen Absolventen zu erheitern. Ernster wurde es hingegen bei der Würdigung der besten Maturaarbeiten, bei der die jeweiligen Betreuer eine Laudatio hielten und die Verdienste der Maturanden hervorhoben (siehe Box).